| Veranstaltung "mein_profil.de" am 28.10.2010 in der Hauptschule Friedenshöhe, Ennepetal |
|
|
|
| Donnerstag, den 04. November 2010 um 12:07 Uhr | ||||
|
Um festzustellen wie sensibel die Jugendlichen mit diesen Daten umgehen und wo u.U. noch Lücken vorhanden sind, wurde unter Führung des erfahrenen Spielpädagogen Ralf Brinkhoff, das Aufklärungsspiel "mein_profil.de" gespielt. Der Rektor der Hauptschule, Michael Münzer, äußerte sich vor der Veranstaltung: "Der Wunsch nach Kontakt zu und Kommunikation mit anderen Menschen gehört zu unseren Grundbedürfnissen, so wie Schlafen, Essen und Trinken. Aber die Art und Weise, wie wir dieses - und andere - Grundbedürfnisse ausleben, hat sich im Laufe unserer Menschheitsgeschichte den Umständen angepasst. War es zunächst nahezu ausschließlich auf die reine Mündlichkeit beschränkt, begannen die Menschen vor vielen hundert Jahren sich in Briefen mitzuteilen. Im letzten Jahrhundert kam das Telefon hinzu. Seit etwa 20 Jahren findet das Internet Eingang auch in Privathaushalten und wird unter anderem als Kontaktmedium in Online-Communities wie Facebook, Schüler VZ oder Wolke 10 genutzt. Die Anwendung selbst ist also eigentlich gar nicht neu oder revolutionär, wobei die Kommunikationsmöglichkeiten ungleich mannigfaltiger sind - und somit auch die möglichen Irrwege oder Gefahren.
Die Aufgabe von Schule ist es in diesem Zusammenhang nicht, die Jugendlichen von diesen sozialen Netzwerken fernzuhalten. Erstens, weil dies ohnehin nicht gelingen würde, zweitens, weil die neue Technik viele Vorteile bietet und drittens, weil das sogenannte Web 2.0 längst Teil unserer Alltagskultur geworden ist - was nur leider manche Erwachsene und auch Lehrer noch nicht akzeptiert haben.
Vielmehr soll Schule ihre Schüler auch in diesem Thema zu mündigen Bürgern erziehen, d.h. sie lehren, die Online-Communities für Ihre Zwecke zielgerichtet zu nutzen und sie auf mögliche Risiken hinzuweisen. So kann ein gut gemachtes Profil bei Facebook oder Xing in einem Bewerbungsverfahren der entscheidende Vorteil sein. Andererseits können peinliche Party-Fotos, die man mit 15 Jah
ren bei Schüler VZ veröffentlicht und mit 17 wieder gelöscht hat, auch Jahre später noch zum Problem werden. Das Internet vergisst nie - dieser Grundsatz ist auch unseren medienaffinen Jugendlichen oft leider unbekannt. Daher führen wir für unsere Klassen 9 und 10 am 28.10.10 gemeinsam mit dem Ennepetaler Verein GameParents.de e.V. und dem Spielpädagogen Ralf Brinkhoff einen Medienkompetenztag zum Thema "Privatsphäre in Online-Communities: Facebook, Schüler VZ, Wolke 10 & Co." an der Hauptschule Friedenshöhe durch."
In zwei Durchgängen beteiligten sich fast 60 Schülerinnen und Schüler mit Begeisterung an der Aktion. Anfängliche Unsicherheit wurde zum Teil schnell abgelegt und gewohntes Onlineverhalten sehr fix auch "offline" angewandt. Neben dem Entstehen der Profilseiten und der Art, wie diese von den Jugendlichen bewertet werden, war der spannenste Moment die abschließende Diskussionsrunde. Hierbei zeigte sich sehr schnell wie sehr was in den Onlinewelt gut funktioniert und was nicht. So ist zumindest bei vielen Mitspielern bekannt, was für Daten man wem zeigen sollte und welche nicht. Da gibt es zwar durchaus unterschiedliche Meinungen zu, doch unwichtig ist dieses Thema auf gar keinen Fall. Zudem wird dem Facebookgründer, Mark Zuckerberg, widersprochen, der Privatsphäre und den Schutz persönlicher Daten als Auslaufmodel bezeichnete. Die Schülerinnen und Schüler waren sich darin einig, dass im Web 2.0 Zeitalter gerade der Datenschutz und die Privatsphäre wichtiger als zuvor sind. ![]() Lücken gab es allerdings auch. So wurde von vielen das Thema Accountjacking, also das Knacken eines Benutzerkontos, nicht wirklich als Bedrohung gesehen. Durch das Übernehmen eines Benutzerkontos kann im Namen des eigentlichen Eigentümers allerhand angestellt werden. Das Spektrum von möglichen Aktivitäten reicht hier von Beschimpfungen, Beleidigungen und/oder Mobbing bis hin zu strafrechtlich relevanten Handlungen, die auf den Besitzer des Kontos zurückfallen. Rufschädigung ist hier noch das Harmloseste was diesem dann passieren kann. Der GameParents.de e.V. Datenschutzexperte, Jürgen Wahlmann, gab bei dieser Gelegenheit Tipps für die richtige Passworterstellung, um es Angreifern zumindest etwas schwerer zu machen. Auch die Möglichkeiten von vernetzten Informationen war vielen noch nicht richtig klar. Was nützt es, wenn man selber seinen Account pflegt und darauf achtet, nicht zuviel oder zu private Informationen von sich preis zu geben, wenn Bilder der letzten Partyentgleisung von jemand anderem hochgeladen und für alle sichtbar bereitgestellt werden. Da sich heutzutage viele Menschen über das Internet, auch über Personen, informieren, ist es umso wichtiger darauf zu achten, wie man im Internet präsentiert wird. Vor allem Personalabteilungen haben die Informationsvielfalt des Netzes inzwischen schätzen gelernt. Spezielle Personensuchmaschinen tragen alle Informationen zu einer Person zusammen und schon längst ist es bei Vorstellungsgesprächen vorgekommen, dass Bewerber mit Bildern konfrontiert wurden, die eigentlich nicht für die Öffentlichkeit gedacht waren. Aus diesem Grund wurde den Jugendlichen klar gemacht, auch auf diese Dinge zu achten und auch dafür zu sorgen, dass solche Bilder dann aus dem Langzeitgedächtnis des Internets verschwinden. Abschließend können wir nur feststellen, dass diese gelungene Veranstaltung allen Beteiligten etwas gebracht hat. Den Schülerinnen und Schülern wurde die Wichtigkeit der persönlichen Daten im Web vor Augen geführt und Lehrer und Stationsbetreuer konnten sich davon überzeugen, dass unsere Kinder sehr wohl wissen, wie wichtig dieses Thema ist. Wir möchten uns an dieser Stelle bei der Hauptschule Friedenshöhe für die tolle Vorbereitung bedanken. Dadurch konnte die gesamte Veranstaltung problemlos durchgeführt werden. Bilder von der Veranstaltung sind für Mitglieder in der Galerie einsehbar. Pressevertreter können bei Bedarf Bildmaterial anfordern.
|
||||
Quick Post
Im Forum diskutieren. (0 posts)
Main Menu
| Home |
| Verein |
| News |
| Eltern-LAN |
| Artikel |
| Forum |
| Links |
| Presse |
| Kontakt/Impressum |
| Spender |
Unterstützen Sie uns!
Unterstützen Sie die Arbeit des Vereins mit einer Spende.




ren bei Schüler VZ veröffentlicht und mit 17 wieder gelöscht hat, auch Jahre später noch zum Problem werden. Das Internet vergisst nie - dieser Grundsatz ist auch unseren medienaffinen Jugendlichen oft leider unbekannt. 




