Oberstes Gericht der USA bewertet Gewalt in Computerspielen als Meinungsfreiheit PDF Drucken E-Mail
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Dienstag, den 28. Juni 2011 um 08:18 Uhr
altEin Vorstoß zur Neuregelung des Jugendschutzes in Kalifornien in Bezug auf gewalthaltige Computerspiele ist vom US Supreme Court gestoppt worden.

Es war schon ein wenig paradox, als Arnold Schwarzenegger in seiner Tätigkeit als Gouverneur von Kalifornien versucht hat Minderjährige vor gewalthaltigen Inhalten in Computerspielen zu schützen. Ausgerechnet jemand, der durch sehr gewalthaltige Filme berühmt geworden ist, setzt sich für den Schutz vor Gewalt in Medien ein. Es verwundert von daher auch nicht sonderlich, dass er dieses Verbot nicht für Filme, sondern ausschließlich für Computerspiele forderte.

Doch die Mehrheitsentscheidung des obersten Gerichts der USA ist nicht überraschend ausgefallen. Obwohl versucht wurde, Gewalt in Computerspielen auf eine vergleichbare Stufe wie Pornografie zu heben, gilt die nackte Brust im Land der unbegrenzten Möglichkeiten als jugendgefährdender als ein vom Spieler abgeschossener Arm, Kopf oder sonstiges Körperteil. Das gilt als freie Meinungsäußerung und muss geschützt werden.


Quellen:
Heise Online: Oberstes US Gericht kippt kalifornisches "Killerspiel"-Gesetz
Spiegel Online: Supreme Court stellt Spiele unter Schutz der Redefreiheit

 
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