Neustart für den Jugendmedienschutz-Staatsvertrag? PDF Drucken E-Mail
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Dienstag, den 03. Mai 2011 um 09:06 Uhr
altPolitiker, Netzaktivisten und Pädagogen saßen in Essen zusammen, um sich zu beraten. Es ist wohl noch ein weiter Weg bis zu einer Einigung. Bei vielen Teilnehmern steht der Staatsvertrag generell in Frage, andere wiederum sind der Ansicht, die Regierung müsse etwas unternehmen.

Stimmen zum JMStV-Camp

Guido Brombach, Medienpädagoge: Der Jugendmedienschutz-Staatsvertrag (JMStV) löst keine realen Probleme; Jugendliche haben Probleme mit Grooming und Mobbing im Internet, kaum mit jugendgefährdende Inhalte.

Marc Jan Eumann, nordrhein-westfälische Staatssekretär (SPD): Wirkungsforschung macht immer noch Fehler; "Wer mobbt, mobbt auch digital"

Betreuer einer Jugendeinrichtung: "Ich will nicht, dass meine Jugendlichen Spiele spielen, wo man reihenweise Menschen abschießt"; Jugendeinrichtungen müssen Seiten filtern.

Tabea Rößner, medienpolitische Sprecherin der Grünen-Bundestagsfraktion: Der Gesetzgeber sei in der Pflicht; Problem alleine auf die Eltern abzuwälzen ist keine Lösung.

Marko Dörre, Rechtsanwalt: Die Erotikbranche leidet extrem unter dem JMStV (Abwanderung ins Ausland); Alterskennzeichnung wäre schön gewesen; Von der Liberalisierung hätten alle profitiert.

Martin Drechsler, Freiwilligen Selbstkontrolle Multimedia-Diensteanbieter (FSM): Bedauerte die gescheiterte Novellierung und machte Fehlinformationen für das Scheitern verantwortlich.

Alle Anwesenden stimmten aber in einem Punkt überein: Förderung der Medienkompetenz von Kindern muss gestärkt werden.

Leider ist der Weg wie dies geschafft werden soll, nicht klar.

Quellen:
heise-online


Mehr zum Thema:
Heise: Novellierung des JMStV kippt





 
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