Facebook und Apple erhalten Big Brother Award 2010/2011 PDF Drucken E-Mail
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Donnerstag, den 07. April 2011 um 07:23 Uhr
altBei der diesjährigen Verleihung der Big Brother Awards, der Negativauszeichnung für verfehlten Datenschutz und fahrlässigen bis strafbaren Umgang mit persönlichen Daten traf es mit Facebook und Apple zwei sehr prominente Vertreter.

In der Kategorie "Kommunikation" wurde Facebook scharf dafür kritisiert, dass die Firma Menschen durch ein "vorgebliches Gratisangebot" gezielt über ihre persönlichen Verhältnisse und Beziehungen ausforscht und diese Daten in den USA speichert, wo sie zum Freiwild werden für Geheimdienste und Marktforscher. "Ein Löschen der Daten ist nicht vorgesehen", so die Jury.

Desweiteren würden über den "Freundefinder" Nutzer dazu motiviert, ihre Adressbücher nach Facebook zu importieren. Dadurch erhält Facebook Zugriff auf alle Adressdaten inklusive E-Mail-Adressen und Bilder selbst von Menschen, die mit Facebook in keiner Beziehung stehen und damit vielleicht auch nichts zu tun haben wollen.

Durch den "Gefällt mir"-Button erhält Facebook nun auch Informationen über seine Nutzer außerhalb des eigenen Netzwerks. Dazu ist es nicht einmal notwendig, den Button anzuklicken, es reicht, bei Facebook angemeldet zu sein und eine Seite zu besuchen, die diesen eingebunden hat. Aber auch Nicht-Facebook-Nutzer werden per Cookie und IP-Adresse markiert. Umgekehrt ermöglicht die "umkehrende Personalisierung" es Partnerseiten von Facebook, auf die Daten des Nutzers dort zurückzugreifen.

Hinweis der Redaktion: Facebook wird demnächst in einem eigenen Artikel auf Gameparents.de behandelt.

Auch Apple wurde in der gleichen Kategorie "geehrt" für die sehr eigenwilligen und für Kunden unvorteilhaften Datenschutzbestimmungen. Diese müssen abgenickt werden, um beispielsweise ein IPhone 4 voll nutzen zu können. Tut man dies nicht, ist lediglich Telefonie möglich.

Die Bestimmungen lassen unter anderem eine Widerspruchsmöglichkeit der Verwendung der eigenen Daten für Werbe- und andere Zwecke vermissen und umfassen auf einem iPhone 4 satte 117 Seiten. Apple gebärde sich hier ganz wie ein typisches soziales Netzwerk und versucht, so viel wie möglich über seine Kunden herauszufinden.

Die Jury bewertet diese Datenschutzbestimmungen als "Erpressung", der Kunden mit einem "Grummeln" zustimmen müssten.

Quellen:
Heise online
Big Brother Award für Facebook
Big Brother Award für Apple
 
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