| Clash of Realities: "Wir leben in einer Gewaltbesessenen Gesellschaft" |
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| Freitag, den 23. April 2010 um 10:41 Uhr | ||||
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Wie so häufig stand auch die Diskussion um gewalthaltige Medieninhalte im Mittelpunkt. Jürgen Schattmann vom Familienministerium NRW sieht einen "Missing Link" zwischen Eltern und Kindern. So würden viele Eltern nicht begreifen, wie das Medium Computerspiel wirkt. "Wenn ich ein Spiel wie einen Film ansehe, ist die Erfahrung eine komplett andere" erklärt Schattmann. Aus diesem Grund müssen Eltern sich mit der Wirkungsweise von Computerspielen vertraut machen, z.B. auf einer Eltern-LAN. Einig waren sich alle Teilnehmer darin, dass die Diskussion über die sog. "Killerspiele" abgeflacht sei. "Die Hysterie um Computerspiele ist nicht so ausgeprägt wie vor einigen Jahren", stellte Olaf Coenen, Geschäftsführer von Electronic Art Deutschland, fest und betonte: "Wenn wir uns als Gesellschaft kritisch mit Medien auseinander setzen wollen, müssen wir das bei allen Medien machen, nicht nur bei Computerspielen". Unterstützt wurde er mit seiner Meinung von Christian Stöcker von Spiegel Online. "Wir leben in einer gewaltbessessenen Gesellschaft" stellte dieser fest. Seiner Meinung nach ist ein großer Teil der Unterhaltung, natürlich auch Computerspiele, eher grauenhaft. Nachteilig für das interaktive Medium sei lediglich das die Diskussion darüber noch nicht in der Realität angekommen sei. Allerdings sei auch bei vielen Spielen die Qualität, wie auch bei vielen Filmen, eher "narrativ dumm und dämlich". Gründe für die recht einseitig geführte Diskussion über die Wirkung von Computerspielen sieht Professor Christoph Klimmt von der Johannes Gutenberg-Universität in Mainz zum Teil auch bei sich und seinen Kollegen. "Wir sprechen nicht mit einer Stimme", beklagte er. Dabei kritisierte er das Kriminologische Forschungsinstitut Niedersachsen: "Das KFN erstellt zwar Befragungsstudien mit gewaltigen Teilnehmerzahlen, nimmt aber überhaupt nicht am wissenschaftlichen Diskurs teil". Durch die schnelle Medienverteilung der KFN Ergebnisse hätten es andere Forscher mit differenzierteren Forschungsergebnissen kaum eine Chance an die Öffentlichkeit zu dringen. Quellen: Heise online Offizielle Seite "Clash of Realities"
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