|
Geschrieben von: Tim Dreiplatz
|
|
Donnerstag, den 29. Mai 2008 um 11:54 Uhr |
 Mittlerweile gibt es auch im Internet eine Vielzahl von Angeboten für Vorschulkinder. Ein neues Gebiet um das sich die Fachwelt streiten kann - und die Fachwelt streitet sich!
Medienforscher Roland Rosenstock von der Universität Greifswald fordert ein nicht-kommerzielles Internet-Einstiegsportal für Vorschulkinder und ihre Eltern. Weiter will Herr Rosenstock die Bundesregierung mit einbeziehen, um diese Projekt zu unterstützen. "Kinder und ihre Eltern müssen wissen, was es im Internet gibt." Sie dürften dabei nicht alleingelassen werden. An diesem Punkt versucht auch GameParents.de e.V. bekanntlich zu helfen. Laut Rosenstock ist "Das Spielen im Internet […] eine Primärerfahrung mit der Mutter zusammen", wobei wir von GameParents.de e.V. hierbei gerne Mutter gegen Eltern ersetzen würden, da die Väter auf keinen Fall davon ausgeschlossen werden sollten. Ein Beispiel für ein solches Portal, wie es Herr Rosenstock forderz, liefert die BBC . Es ist für Eltern und Kinder eine schöne Erfahrung, gemeinsam das Internet unsicher zu machen und über Erlebtes zu reden. Es gibt aber auch Kritiker dieses Vorschlags. Neurobiologe Prof. Henning Scheich aus Magdeburg ist der Meinung, dass das bloße Anschauen von Erfahrungen zu Entwicklungsstörungen führe. "Wir wissen gar nicht, was die virtuelle Realität im Gehirn anrichtet." Wie immer bei solchen Themen gibt es Streit zwischen Experten, dies betonte auch der Erfurter Erziehungswissenschaftler Prof. Burkhard Fuhs und führt Beispiele zu den verschiedenen Ansichten an. Auf der einen Seite gibt es die Meinung, dass Erfahrungen mit dem Internet die kognitive und sozial-emotionale Entwicklung positiv beeinflussen, auf der anderen Seite würden dann viele grundlegende Kindheitserfahrungen verloren gehen. Es gibt aber auch die pragmatische Sicht auf dieses Thema. "Es geht um Inhalte, nicht ums Medium und um die Frage, ob diese Inhalte für Kinder aufbereitet sind oder nicht", führt Christine Feil vom Deutschen Jugendinstitut in München an. Diskutieren sie mit im GameParents.de-Forum Quelle: heise online
|