Kommentar: Philologenverband meldet sich mal wieder zu Wort PDF Drucken E-Mail
Benutzerbewertung: / 1
SchwachPerfekt 
  
Freitag, den 23. Mai 2008 um 11:32 Uhr
Image Heinz-Peter Meidinger, Bundesvorsitzender des deutschen Philologenverbandes, mahnt erneut den Jugendschutz in den neuen Medien an.
Die Konfrontation von Kindern und Jugendlichen mit Sex- und Gewaltvideos auf Handys bereits auf dem Schulhof und der rege Austausch solcher Medien durch Minderjährige untereinander würden durch den nicht existenten Jugendschutz im Internet begünstigt.

Für die Jugendlichen seien diese Medien eine Ausdrucksform von Coolness und Imponiergehabe. Trotzdem seien sie durchaus dazu geeignet, die Entwicklung nachhaltig zu gefährenden.

Meidinger stellt aber auch fest, dass das Problem mit Gesetzen nicht in den Griff zu bekommen sei. Gleichzeitig fordert er aber auch eine Verschärfung des Jugendschutzes in Bezug auf "Killerspiele". Da der Begriff nach wie vor nicht klar definiert wurde, greift diese Forderung ohnehin ins Leere.

Wir von Gameparents.de e.V. stellen hierzu fest, das wir keine Verschärfung des Jugendschutzes brauchen, sondern einfach nur einen funktionierenden Jugendschutz. Denn solange Eltern und Erziehende mit ihren Aufgaben im Jugendschutz nicht nachhaltig unterstützt werden, sind Kinder- und Jugendliche in der Lage, sich nicht jugendfreie Medien zu besorgen und zu konsumieren.

Da die Kinder ihren Eltern in der Regel mit dem technischen Wissen voraus sind, brauchen wir technische Maßnahmen, die ihnen dabei zu helfen. Ein Schritt in diese Richtung sind beispielsweise die einstellbaren Altersüberprüfungen in den aktuellen Spielekonsolen oder dem Betriebssystem Windows Vista. Doch was nutzen solche technischen Möglichkeiten, wenn man nichts davon weiß? Aus diesem Grund muss gezielt auf diese Möglichkeiten hingewiesen werden. Auch sollte vermieden werden, Kinder und Jugendliche mit Fernsehen, Computer oder Spielekonsole allein zu lassen. Da können im Fernsehen noch so häufig Hinweise für die Altersbeschränkung von Sendungen genannt werden; wenn kein Erwachsener anwesend ist, der sie durchsetzt, sind sie wirkungslos.
 
Sicherlich lässt sich in einem gewissen Umfang auch technisch an dem Problem arbeiten. Doch dazu müssen alle Beteiligten an dem gleichen Ziel arbeiten und es muß gleichzeitig daran gedacht werden, auch die in diesen technischen Hilfsmitteln zu schulen, die beim Medienkonsum der Kinder und Jugendlichen an vorderster Front stehen: Nämlich  Eltern, Erziehende und Lehrer.

Da nutzen auch die frommen Forderungen von Herrn Meidinger nichts, der die Politik auffordert, stärker auf Suchmaschinen einzuwirken, oder Schutzfilter schon in den Betriebssystemen fordert. Das alles sind Techniken, die sich schnell umgehen lassen und von daher nur kurzfristig, wenn überhaupt wirksam sind.
 
Quick Post
Im Forum diskutieren. (0 posts)

Unterstützen Sie uns!

Unterstützen Sie die Arbeit des Vereins mit einer Spende.
Zahlweise:
Währung:
 EUR
Betrag:
PayPal-Bezahlmethoden-Logo

Newsletter

Login Form