| Studie widerlegt 'Killerspiel'-Thesen |
|
|
|
| Mittwoch, den 21. Februar 2007 um 05:04 Uhr | ||||
|
Laut einer Meldung auf GamePolitics.com hat sich die Texas A&M International University in einer Meta-Studie der Frage nachgegagen, ob Computerspiele tatsächlich aggressives Verhalten fördern. Dabei untersuchten die Forscher 25 Studien, die versucht haben, diesen Zusammenhang herzustellen und kommen nun zu dem Ergebnis: Gewalthaltige Spiele mögen zwar aggressive Gedanken fördern - was aber nicht verwundern sollte, da sich die Spieler ja gedanklich mit bestimmten Situationen auseinandersetzen müssen - , ein Effekt in der Art, dass solche Spiele auch tatsächlich aggressives Verhalten hervorrufen, konnte allerdings nicht nachgewiesen werden. Zudem wurde festgestellt, dass vor allem Studien, die relativ wenig auf standardisierte Prüfverfahren vertrauten, einen größeren Zusammenhang zwischen Computerspielen und Gewalt herzustellen versuchten, als Studien mit standardisierten Tests. Sprich: Je besser das Prüfverfahren, desto niedriger waren die gemessenen Zusammenhänge. Das es in der Wissenschaft kein 100%ig fehlerfreies Prüfverfahren für diesen Forschungsbereich gibt, sollte auch klar sein, da einfach zu viele Faktoren des privaten und sozialen Umfeldes Einfluss auf aggressives Verhalten haben, als dass diese alle in eine Studie über mögliche Wirkungen von Computerspielen einfließen könnte. Ebenfalls bestätigt die Studie, dass sich viele Medien, die einen Zusammenhang von Spielen und Gewalt verkünden, dabeioftmals auf Studien stützten, die widersprüchliche oder inkonsistente Ergebnisse geliefert haben. Das letzte Wort in der Medienwirkungsforschung ist damit allerdings sicherlich noch lange nicht gesprochen. Und eine andere Meta-Studie, die sich auf eine andere Auswahl von Studien stützt, kann in naher Zukunft vielleicht schon wieder zu einem ganz anderen, gegensätzlichen Ergebnis kommen. Was in letzter Instanz leider auch ein wenig den Sinn solcher Studien in Frage stellt.
|
||||
Quick Post
Im Forum diskutieren. (0 posts)







