| Leserbrief zum Thema "Killerspiele" |
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| Sonntag, den 12. August 2007 um 15:54 Uhr | ||
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Leserbrief an www.gameparents.de Einen schönen guten Tag , ich verfolge die Geschichte der sog. „Killerspiele“, wie sie ein Bayrischer Politiker benannt hatte, bereits seit geraumer Zeit. Ich selber spiele solche Spiele. Jedoch nicht nur sog. Ego-Shooter. Ich vertreibe mir die Zeit nebenbei auch mit Rollenspielen, die in einer Fantasywelt passieren, oder mit Strategiespielen verschiedenster Art.
Meiner Meinung nach ist das Wort „Killerspiel“ der Öffentlichkeit kaum erklärt worden. Wenn Sie in einer Fußgängerzone eine Umfrage veranstalten würden, wie die Leute „Killerspiele“ definieren würden, würden mindestens 50 % ihnen mit den Stichwörtern Gewalt, Waffen und (oder) Kriminalität antworten. Doch wenn man sich in der aufblühenden Spielebranche einmal umsieht, wird man feststellen müssen, dass kaum ein Spiel ohne Gewalt auskommt. Selbst bei Klassikern der Strategiespiele „Die Gilde“ oder der „Anno“ Serie taucht eine Form von Gewalt auf. Somit kann die Regierung auch nicht den gesamten Konsum von diesen Spielen in Deutschland verbieten. Nebenbei sollte man auch das soziale Umfeld der Amokläufer von z.b. Essen bedenken. Oftmals hatten die Schüler Probleme in der Schule, mit Freunden oder der Familie. Sie spielten sogar früher schon das klassische „Killerspiel“ Counter Strike in ihrer Freizeit, bevor die Probleme auftraten. Ihren Frust ließen sie an virtuellen Schlachten aus. Sie zogen sich immer mehr zurück und wenn sich die Eltern um sie sorgten und versuchten mit ihnen zu reden, blockten es die Jugendlichen ab, in dem Glauben nur neue Probleme hervorzurufen indem sie darüber sprachen. Doch wenn man sich die Statistiken (wenn es welche gäbe) ansehen würde, wie viele Menschen in Deutschland tagtäglich mit Gewalt konfrontiert werden, egal ob in Counter Strike oder Anno 1701, kommt man auf min. 50 % der Bevölkerung (sehr grob geschätzt) . Würden von diesen 50 % etwa 10 % Amokläufe begehen, dann hätte Deutschland ein wirkliches Problem. Allerdings gab es bisher in Deutschland bloß 2 oder 3 Amokläufe an Schulen für die das „Killerspiel“ Counter Strike verantwortlich gemacht wurde. Darüber hinaus bin ich es langsam wirklich satt in Dokumentationen über „Killerspiele“ pure verdrehte Wahrheiten zu sehen/lesen. In mehreren Zeitschriften und Onlineportalen (die hauptsächlich von Erwachsenen genutzt werden) fiel mir immer mehr und mehr auf, dass die Tatsachen vollkommen vom Tisch gefegt und durch Lügen ersetzt wurden. Z.b. sah ich öfters einmal einen Screenshot ( Bildaufnahme des Bildschirms während des Spielens) der eindeutig einen blutigen Korridor des Spieles „Doom“ zeigte. Doom ist eindeutig durch seine düstere Stimmung und zukunftsähnlichen Korridoren, die mit toten Professoren und Monstern bestückt sind, erkennbar. Und ich war schockiert, als ich unterhalb des Screenshots den Kommentar „Bildauszug des Killerspieles Counter Strike“ lesen musste. Kurze Zeit später sah ich ein Video in einer Nachrichtensendung, die den Hobbyfilmer „Echter Gangster“ zeigte. Der „Echte Gangster“ ist ein etwa 15 jähriger Junge der Heimvideos von sich dreht und in diesen verschiedene Situationen oder anderes ins lächerliche zieht. Er wurde durch sein erstes Video „Der echte Gangster“ berühmt, in dem er sein eigenes Lied singt, weiterhin werden in seinen Witzvideos Szenen gezeigt, in denen er z.b. mit seinen Plüschtieren Poker spielt und dabei einen Psycho spielt u.ä. Eines Tages brachte er sein Video „Echter Gamer“ raus. Das war vor den Amokläufen. In diesem Video spielt er einen PC Spieler der sehr agressiv wirkt und ausrastet, als sein Lieblingsspiel z.b. zu lange zum Laden braucht oder wenn er in diesem Spiel verliert. Schließlich haut er eine alte Tastatur ( die allerdings nicht eingesteckt war und somit eindeutig als Requisite erkennbar ist) auf seinen Schreibtisch bevor er schreiend aus dem Zimmer rennt. Er wollte damit bloß einen Gag fabrizieren, was er aber erreichte war ein Bericht nach den Amokläufen über dieses Video. Es war unfassbar für mich, dass selbst ein harmloser Jungenstreich/gag als ein Beweismittel in dieser (aus meiner Sicht) Propaganda gegen „Killerspiele“ eingesetzt wird um Leute wie vielleicht SIE davon zu überzeugen, dass diese Welt viel besser wäre wenn es diese Art von Spielen nicht gäbe. Ich glaube ich habe in diesem Brief alles zusammengefasst was ich der Öffentlichkeit mitteilen wollte. Mit freundlichen Grüßen Michel P.
Anmerkung der GameParents.de Redaktion: Leserbriefe werden ungekürzt und unverändert übernommen. Die Meinung des Verfassers muß nicht mit der Meinung von GameParents.de übereinstimmen.
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