| Spiele-Hardware: Nintendo DS |
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| Montag, den 23. April 2007 um 10:20 Uhr | |
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Das Nintendo DS ist eine so genannte Handheld-Konsole, eine Spielekonsole für die Hosentasche. Die berühmteste ihrer Art dürfte wohl eines der Vorgängermodelle von Nintendo gewesen sein, der Gameboy. Der Gameboy kam 1989 auf den Markt - 120 Millionen Exemplare wurden von ihm verkauft. Der DS mit bisher 40 Millionen (April 2007) verkauften Geräten - und das seit Dezember 2004 - scheint noch erfolgreicher zu sein. Auf dem DS ist es ebenso möglich, Spiele des Vorgänger-Handhelds Gameboy Advance zu spielen, was man als sog. Abwärtskompatibilität bezeichnet. Gameboy sowie Gamboy Color-Spiele sind darauf nicht spielbar. Die DS verfügt über einen - Namen gebenden - Dual- oder Double-Screen (=Doppel-Bildschirm), was auch die größte Unterscheidung zu älteren Handheld Modellen ist. Der DS besteht aus zwei gleich großen Bildschirmen, die sich aufklappen lassen wie ein Buch, gehalten wird er aber meist im Querformat. Der untere Bildschirm verfügt über ein eingebautes Touch-Screen, was von sog. Palmgeräten oder Organizern her bekannt ist. Grafik wird also auf diesem Teil des Gerätes dargestellt und kann mit einem sog. Stylus, einem kleinen Plastikstift, angewählt und z.B. verschoben werden. Der obere Bildschirm stellt die Spielgrafik dar.
![]() Die erste Verkaufsversion des Nintendo DS war noch relativ unhandlich. Aus Alt... Spielfiguren werden meist mit dem Steuerkreuz und den eingebauten Knöpfen bewegt, beide befinden sich ebenfalls im unteren Teil des Gerätes. Im oberen Teil sind lediglich die Lautsprecher eingebaut. Auch mit einem Mikrofon ist das Gerät ausgestattet. Im Spiel Projekt Rub z.B. benutzt man es, indem man lauter rufen muss als eine kleine Musikkapelle spielt, um die Aufmerksamkeit eines Mädchens auf sich zu lenken.
![]() ...mach Neu: Das DS Lite ist nicht nur handlicher, sondern sieht auch deutlich besser aus und verfügt über deutlich hellere Displays. Auch eine Netzwerkfunktion ist eingebaut. In der zweiten Version des Nintendo DS, dem DS-lite ist eine Wi-Fi (Drahtlosverbindung) schon eingebaut, für das ältere aber sonst eigentlich identische Gerät (der lite ist stylischer, hat ein helleres und schärferes Display und längere Akkulaufzeit) lässt sich diese nachkaufen. Durch diese Drahtlosverbindung ist es dem DS sogar möglich, mit der Spielekonsole Wii zu kommunizieren und Daten auszutauschen, vornehmlich ist sie jedoch dafür gedacht, gegen Spieler auf der ganzen Welt antreten zu können.
Auch Gedächtnis- und Geduldspiele sind derzeit Verkaufsschlager auf dem DS. Dr. Kawashimas Gehirnjogging hat eine wahre Welle an solchen Spielen ausgelöst, enthalten sind z.B. Rechenaufgaben, Merkspiele und Sudoku. Auch ist es z.B. möglich, Profile von verschiedenen Spielern anzulegen und diese dann anhand von Leistungskurven untereinander zu vergleichen. Interessanterweise scheint die Zielgruppe für diese Art von Spielen weit über der 20er Grenze zu liegen.
![]() Dr. Kawashimas Gehirnjogging ist hierzulande vor allem durch die Werbekampagne mit Moderator Jörg Pilawa vielen ein Begriff Auch Tetris und Super Mario sind zurück, obwohl Tetris einst auf dem Original-Gameboy 'das Spiel' überhaupt war, spielt es auf dem DS nur eine kleine Rolle. Hingegen erlebt Mario gerade eine wahre Renaissance auf dem DS. Ob Minispiele, Actionspiel, Rennspiel oder Jump´n Run, Super Mario ist ganz oben in den Verkaufscharts. Die Nintendogs, die hierzulande um die Weihnachts- und Osterzeit aufgrund von Ausverkäufen vielen Eltern schon im Vornherein Sorgen gemacht haben dürften, sind die eigentlichen Vorzeigespiele auf dem Handheld. Verkaufszahlen, von denen Mario nicht mal träumen würde. In den Spielen um die Hunde geht es darum, kleine Welpen aufzuziehen. Mit Tamagotchi ähnlichem Spielprinzip und Suchtpotenzial kann man verschiedene Rasse-Hunde erziehen, Kunststückchen beibringen, Kommandos über das Mikrofon eingeben oder einfach beim Spielen zusehen. Hier funktioniert der Stylus (Stift) als Finger, mit dem man mit dem Hund in Kontakt tritt (streicheln, Funktionen auswählen).
![]() Nintendogs erscheint in mehreren Editionen, die sich allerdings hauptsächlich durch den hund auf dem Titel-Cover unterscheiden Gewaltspiele scheinen noch einen Bogen um das kreative Handheld zu machen. Es gibt zwar Ausnahmen, wie Resident Evil (Action-Adventure mit Egoshooter Perspektiven) USK18, Metroid PrimeHunters (Ego-Shooter) USK12 etc., aber auch hier hat die USK ganze Arbeit geleistet und richtig eingestuft. Nebenbei haben die Spiele nicht so viel Reiz, da sie vom Format (Grafik, Handhabung) nicht so richtig auf einen Handheld passen. Da gibt es Spiele (z.B. USK 0 freigegeben), die mehr Spielspaß aufkommen lassen, was selbst Spieler feststellen müssten, die auch gerne mal die USK Grenzen ausreizen. Zubehör: Es gibt jedemenge Zubehör für den DS /lite. Schalen, die für ein anderes Aussehen sorgen und zusätzlich die Geräteoberfläche schützen sollen, Aufkleber, Schutztaschen (=Hardcases) uvm.. GameParents empfiehlt ein sog. Einsteigerpaket zu kaufen, in dem eine Schutztasche, die erforderlich ist, wenn der DS öfter herumgetragen wird, Schutzkästchen für die Spiele und wahlweise Stromversorger für Zigarettenanzünder o.a. enthalten sind. Sie sollten sich aber besser vor Ort beraten lassen, bevor sie irgendwas kaufen, denn unnötiges Einzelzubehör kann richtig ins Geld gehen. Fazit: Der Nintedo DS Lite, ist ein tolles Gerät besonders für unterwegs und auf Reisen, mit spezieller Software lassen sich sogar MP3 Dateien abspielen, wobei die Playerfunktionen auf ein Minimum beschränkt sind. Die Spiele haben sehr kreative Ansätze, reizen die Möglichkeiten des DS aber noch nicht ganz aus. Der Handheld ist sehr einfach zu bedienen und lässt sich sogar im edukativen Bereich einsetzen, z.B. gibt es Englisch-Trainer, mit dem man sein Englisch auf Vorderman bringen kann. Auch die Gerhirn- und Gedächnisstrainer fordern z.B. mathematische sowie Merkfähigkeiten des Nutzers mit Langzeitmotivation. Auch einen Webbrowser gibt es mittlerweile für das Gerät. Sogar eine Organizerfunktion soll es in Zukunft geben, was wiederum eine neue Käuferschaft anlocken dürfte. Der DS eignet sich dadurch ebenso für Erwachsene (Eltern) und sowieso für Kinder und Jugendliche, womit besonders Eltern die Möglichkeit geboten bekommen zusammen mit ihren Kindern zu Spielen oder in kleinere Wettkämpfe einzusteigen und somit in Kontakt über das Spiel bzw. Spielen zu treten. Wehrmutstropfen der Sache, der Handheld ist in seiner Generation zwar der günstigste, aber mit knapp 130€ nicht gerade billig. Die Wi-Fi funktion würde es möglich machen auch mit zwei Geräten gegeneinander antreten zu können, wenn es mal Stress darum geben sollte, wer gerade spielen darf. Aber die Kosten für zwei Handhelds belaufen sich auf den Neupreis einer Wii Konsole, auf der sich auch Wettkämpfe austragen lassen. Die Spiele kosten neu um die 30-40€. |
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