| The Elder Scrolls - Skyrim |
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| Sonntag, den 08. Januar 2012 um 17:18 Uhr | ||
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Entwickler: Bethesda Softworks Genre: Rollenspiel Systeme: PC, XBOX 360, PS3 USK: KurzbeschreibungStory: Die Imperialen sind in Skyrim (zu Deutsch Himmelsrand) eingefallen und haben die Kontrolle übernommen. Rebellen und Kollaborateure werden schnell abgeurteilt und auf dem Schafott hingerichtet. Dieses Schicksal erwartet auch unseren Helden (oder Heldin, je nach Gusto), allerdings aufgrund eines Justizirrtums. Nach einer spektakulären Rettung und Flucht findet sich der Protagonist mit einer ersten Aufgabe im Gepäck. Es werden noch viele weitere hinzukommen und es wird sich auch erweisen, wessen Blutes der Hauptcharakter ist. Gameplay: Wie schon im Vorgänger Oblivion kann der Spieler die Welt völlig frei erkunden und abseits der Haupthandlung viele Nebenaufgaben erledigen, Gegenstände herstellen und verzaubern, Tränke brauen und in den vielen Büchern mehr über die Welt erfahren, die er beschreitet. Aufgabenmanagement ist Pflicht, denn das Auftragsbuch füllt sich sehr schnell. Auch zufällig mitgehörte Gespräche zwischen Nichtspieler-Charakteren können zu neuen Einträgen führen, was zu einer sehr guten Einbindung des Spielers in die Welt von Skyrim beiträgt. Es ist wieder möglich, ein Pferd zu erstehen, dessen Steuerung deutlich verbessert wurde. Das ermöglicht ein schnelleres Fortkommen als zu Fuß. Weiterhin ist wieder das Schnellreisesystem an Bord, mit dem man bereits entdeckte Orte mit einem Klick wieder aufsuchen kann. Zwischen den größten Städten verkehren Pferdefuhrwerke, die für ein paar Goldstücke auch bisher unentdeckte Regionen erschließen. Das Kampfsystem ist ähnlich dem von Oblivion mit der Neuerung, dass man nun gleichzeitig Magie und Waffen nutzen kann. Da man sich nicht auf einen Gegner fokussieren kann, geraten die Kämpfe schnell hektisch. Bei Oblivion sorgte eine sehr merkwürdige und teilweise unvollständige Übersetzung sowie die sehr konsolenorientierte Oberfläche für Unmut unter den PC-Spielern. Skyrim macht da leider keine Ausname, im Gegenteil, die Steuerung per Maus und Tastatur ist eher misslungen und Inventar und Magiemenü sind per Gamepad ebenfalls besser zu bedienen. Einige dieser Missstände lassen sich per Modifikationen Dritter beheben, hier sei auf die Seite www.skyrimnexus.com als eine der reichhaltigsten Quellen verwiesen. Grafik: Skyrim kann Witcher 2 nicht ganz das Wasser reichen, ist aber allemal eins der am Besten aussehenden Rollenspiele, die es derzeit zu kaufen gibt. Höhlen und Gewölbe sind im Gegensatz zu Oblivion nicht mehr generisch und damit wiederholbar geworden, sondern jede einzeln kreiert. Es dauert sehr lange, bis man auf wiederkehrende Strukturen trifft. Landschaft, Pflanzen- und Tierwelt sind glaubwürdig umgesetzt und es gibt genügend verschiedenartige Landstriche, dass es immer wieder für weitere Expeditionen motiviert. Charakteranimationen und Gesichter sind besser als im fünf Jahre alten Vorgänger, aber nicht ganz vorn dabei. Magieeffekte sowie Feuer, Regen und Nebel sind hervorragend umgesetzt, drücken aber auf schwächeren Systemen auf die Performance. Gewaltdarstellung: Die Gewaltdarstellung in Skyrim ist gemessen daran, dass viel mit Blankwaffen (Schwertern, Säbeln und ähnliche) hantiert wird, recht zurückhaltend. Verstümmelungen sind nicht möglich, abgesehen von zwei Hinrichtungsszenen, bei denen Köpfe rollen. Es ist außerdem möglich, eine Nahkampffertigkeit zu lernen, die es ermöglicht, den Gegner zu köpfen. Es gibt "finishing moves" , also Todesszenen, wenn der Spieler oder ein Begleiter den letzten, tödlichen Treffer gegen einen Gegner landet, jedoch ohne übermäßige Gewaltdarstellung. Getötete Gegner weisen keine Wunden auf. Fazit: Die Alterseinstufung USK 16 Jahre ist aus unserer Sicht gerechtfertigt, da die meisten Konflikte nur gewaltsam zu lösen sind. Die Sprache ist nicht so derb wie bei Wichter 2, aber dennoch eher für ältere Jugendliche geeignet. Weiterführende Links: Skyrim Nexus (Mods und Plugins) Persönliche MeinungMir gefällt Skyrim deshalb so gut, weil es den Spieler in kein Korsett zwängt. Es gibt keine vorgegebenen Wege, keine Levelgrenzen und Landschaft und Leute sind sehr glaubwürdig dargestellt. Was man tut, trägt zur Charakterentwicklung bei, Trainer helfen einem beim schnelleren Lernen und Entscheidungen haben hier und da Einfluss auf die Geschichte, wenn auch nicht in dem Maße wie bei Witcher 1 und 2. Wem die gebotene Grafikpracht noch nicht ausreicht oder wer seinem Pferd gerne auch mal Lasten aufbürdet, wird bei der jetzt schon sehr regen Mod-Community fündig (nur PC). Was mir nicht gefällt ist die konsolige Steuerung und die ebenso auf Konsolen zugeschnittenen Spielmenüs inklusive Inventar und Magiemenü. Aber auch das lässt sich per Mods beheben. Mir macht Skyrim viel Spaß und wer sich darauf einlassen möchte, sollte viel Zeit mitbringen. Für die Hauptquest werden 20-25 Stunden Spielzeit geschätzt, mit allen Nebenaufgaben können das auch gerne 150 werden. Skyrim ist jedenfalls ein würdiger Nachfolger von Oblivion, der vieles besser, aber nicht alles gut macht. Dennoch ist das Spiel für Rollenspieler erste Wahl.
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