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Geschrieben von: Rainer Schmidt
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Freitag, den 20. November 2009 um 07:51 Uhr |
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Spieltitel: Overlord
Publisher: Codemaster
Entwickler: Triumph Studios
Genre: Actionadventure
Systeme: PC
USK: 
Story
Das Böse ist besiegt! Der dunkle Herscher wurde vernichtet und die Welt atmet auf. Doch das tut sie nicht wirklich. Denn Hobbits beginnen, die Menschen zu unterdrücken, andere Menschen lassen sich mit finsteren Sukkuben ein und holen so die Toten aus den Gräbern, die Elfen kloppen sich mit den Zwergen und tun sich dabei selber leid. Zeit für das absolute Böse in Form des Overlords für Ordnung im Chaos zu sorgen. Zeit für den Spieler, in diese Rolle zu schlüpfen.
Gameplay
Der Spieler übernimmt den Overlord. Die Aufgabe ist es, das böse Reich wieder zu errichten und das Umland zu unterjochen. Hierzu steigt der Spieler aus dem Turm hinaus in die Welt und löst eine Reihe von unterschiedlichen Aufgaben. Sei es, die Schreckensherschaft der Hobbits zu beenden, die Zombiepest in Himmelsspitze zu beseitigen, oder den Elfen zu zeigen, das es immer noch ein bisschen böser geht.
Dazu steuert man den Overlord aus der Schulterperspektive und die Landschaften. Doch ein dunkler Herscher macht sich selber den Panzerhandschuh nicht schmutzig. Dazu hat er seine Schergen und die sind das eigentliche zentrale Element in dem Spiel. Denn fast alle Aktionen und Angriffe werden von den kleinen Untertanen durchgeführt. Zudem gibt es vier verschiedene Arten von ihnen, die unterschiedliche Fähigkeiten haben. Diese Fähigkeiten müssen wohl überlegt eingesetzt werden und kombiniert werden.
Grafik
Der Grafikstil ist comicartig und stellenweise sehr überzogen und stets zum jeweiligen Setting passend. Wenn man zum Beispiel auf der Jagd nach Hobbits durch grüne Wiesen und Auen streift, dann ist die Idylle perfekt dargestellt. Alles leuchtet in satten, warmen Farben, während in der Zombieverseuchten Stadt Himmelsspitze alles düster und bedrohlich wirkt.
Gewaltdarstellung
Eine direkte Gewaltdarstellung gibt es in dem Sinne nicht. Doch hetzt man seine Schergen nicht nur gegen Monster, Käfer und anderes Getier, sondern auch gegen Menschen. Auch ist es möglich Menschen, die zuvor um Hilfe gebeten haben, durch die Schergen angreifen zu lassen und so den Bösartigkeitswert zu steigern. Jedoch profitiert man eher davon, die Menschen in Ruhe zu lassen, da man so jederzeit die Städte wieder plündern kann und so wieder Gold oder Ausrüstung für die Schergen findet.
Fazit
Overlord hat einen sehr schwarzen und makaberen Humor. Hinzu kommt, das Aktionen gegen Verbündete belohnt werden. Zwar gibt es keine realistische Gewaltdarstellung, doch sollte ein Spieler schon in der Lage sein, die Satire zu erkennen. Von daher ist die Einstufung der USK so in Ordnung.
Weitere Informationen
Overlord auf Gamestar.de
Persönliche Meinung
Es ist sehr selten das man als Spieler mal so richtig böse sein kann. Viel zu selten kann man es den strahlenden Helden, edlen Rittern, Elfen und dergleichen mal heimzahlen.
Wie so etwas richtig geht hat schon die Dungeon Keeper Reihe gezeigt und Overlord folgt in der schwarzhumorigen Art. Selten hab ich bei einem Spiel so gelacht. Das was Overlord an Seitenhieben auf die heile Fantasywelt präsentiert ist ein frontaler Angriff auf die Lachmuskeln. Wenn der einst so glorreiche Held der Hobbits vor lauter feiern und futtern nur noch als Kugel durch das Leben rollt, die eigenen Schergen beim plündern eines Kürbisfeldes die ein oder andere Feldfrucht als dekorative Kopfbedeckung verwenden oder die (zuvor befreite) Mätresse aus dem heimischen Turm über die jammernden Elfen herzieht, so ist für Spaß gesorgt.
Das täuscht jedoch nicht darüber hinweg, das die Story ehr lasch ist (Baue deinen Turm wieder auf). Doch das Ganze wird mit anspruchsvollen Mission in einer sehr stimmigen Grafik präsentiert, auch wenn lange Laufwege die Spielzeit unnötig in die Länge ziehen.
Aktuell gibt es Overlord, das AddOn Raising Hell und Overlord 2 für einen unschlagbar günstigen Preis über die Downloadplattform Steam.
Jeder mit einem Herz für rabenschwarzen Humor sei dieses Spiel ans Herz gelegt.
Unser frisch renovierter Tronsaal. Zu Beginn liegt alles in Schutt und Asche.
Malerisch schön ist die Gegend um Rauschingen. Diese Idylle nervt einen richtigen Overlord nur.
Wir haben unter der Schafpopulation aufgeräumt. Das gibt Lebensenergie, für die wir neue Schergen bekommen.
Es gibt aber auch deutlich düstere Umgebungen, wie hier der Keller von Burg Rauschingen, wo wir unsere Mätresse finden.
Richtig! Hinter diesen runden Türen leben Hobbits, denen wir mal so richtig zeigen wer der Herr ist.
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