| Enemy Territory - Quake Wars (Demo) |
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| Donnerstag, den 13. September 2007 um 11:35 Uhr | ||||
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Plattform: PC Entwickler: Splash Damage, id Software Publisher: Activision USK: freigegeben ab 16 Jahren gemäß §14 JuschG GameParents: für Jugendliche geeignet
Enemy Territory: Quake Wars ist als teambasierter Online-Shooter eine Kreuzung aus der Enemy Territory-Reihe und der ‚klassischen’ Quake-Reihe. Vor allem letztere ist hierzulande eher für seine teils recht drastischen Darstellungen verschrien. Mit dem Ergebnis, dass Teil 3 bis heute indiziert ist und somit weder öffentlich ausgestellt, noch an Personen unter 18 verkauft werden darf, und der letzte Teil der Serie in Deutschland nur in einer drastisch beschnittenen Version in den Handel gelangt ist. Diese Beschneidungen waren allerdings derart stark, dass zwar einerseits ein zuvor als jugendgefährdend geltendes Spiel kurioserweise eine Freigabe ab 16 erhalten hat, andererseits sämtliche enthaltenen Online-Spielmodi nicht kompatibel mit der internationalen Version waren. Deutsche Spieler konnten also nur mit anderen deutschen Spielern, nicht aber mit dem Rest der Welt spielen. Mit Enemy Territoy: Quake Wars ändert sich das nun. Der Titel hat von vornherein eine Alterseinstufung ‚freigegeben ab 16 Jahren gemäß §14 JuSchG’ erhalten und darf somit auch an Jugendliche verkauft werden. Die Story des Titels ist schnell erzählt: Knapp 60 Jahre in der Zukunft landen außerirdische Invasoren – die Strogg – auf der Erde, um diese zu unterjochen. Dies geschieht, indem die Maschinenwesen beispielsweise Trinkwasser vergiften. Menschen sind für sie allerdings nicht wertlos, sondern dienen quasi als Rohstoff für den Ausbau der eigenen Zivilisation. Die Strogg sind nämlich Maschinenwesen, die jedes menschliche Lebewesen in ihresgleichen verwandeln – ähnlich wie die Borg in der TV-Serie Star Trek. Dies wird im Spiel aber weder thematisiert noch visualisiert. Auf menschlicher Seite versucht eine Truppe namens Global Defense Force (GDF) dies zu verhindern und stellt sich den Strogg deshalb unerschrocken entgegen. Der Spieler hat nun zu Beginn jeder Online-Partie die Möglichkeit, sich für eine der Parteien zu entscheiden und muss so im weiteren Spielverlauf versuchen, die unterschiedlichen Ziele der zwei Fraktionen zu erreichen. Aus einer Liste von Servern sucht man sich einen aus, der die gewünschte Spielkarte und den gewünschten Spielmodus anbietet, und schon wird man direkt in das Geschehen katapultiert. Dabei ist ET: Quake Wars von Anfang an ziemlich eingängig. Der Einstieg ins Spiel verläuft ähnlich wie beim künftig wohl größten Konkurrenten Battlefield 2 oder seinen Derivaten. Bevor man sich auf das eigentliche Schlachtfeld begibt, wählt man aus einer von fünf unterschiedlichen Charakterklassen seine Spielfigur aus. Alle Klassen verfügen über unterschiedliche Fähigkeiten und sind relativ stark spezialisiert. Bestimmte Ziele innerhalb eines Gebietes können deshalb nur von bestimmten Charakterklassen erreicht werden. Mittels Fallschirm geht es dann in das eigentliche Getümmel. Am Startpunkt hat man zunächst die Wahl: lieber per Pedes, oder mit einem der ausreichend vorhandenen Fahrzeuge? Kleinere Fahrzeuge lassen sich nur von einer Person fahren, bei größeren Gefährten wie Panzern, sind mindestens zwei Leute nötig, will man deren Möglichkeiten voll ausreizen. Bereits hier zeigt sich: Bei Quake Wars ist echtes Teamplay nötig, will man die vorgegebenen Ziele erreichen. Denn während bei anderen Shootern oftmals auch rohe Gewalt zum gewünschten Ziel führt, kommt man beim neuesten Enemy Territory-Ableger mit wüstem Rumgeballer allein überhaupt nicht mehr weiter. In der Demo etwa muss die menschliche Mannschaft GDF nacheinander mehrere Ziele innerhalb eines Zeitlimits erfüllen, was wiederum von den außerirdischen Strogg vereitelt werden soll. Beispielsweise muss zunächst eine Brücke konstruiert, anschließend eine fahrbare Raketenbasis an einen bestimmten Punkt gekarrt werden, anschließend ein Schildgenerator ausgeschaltet und zu guter letzt eine Anlage gesprengt werden, die das Trinkwasser verseucht. Da jede Aufgabe jeweils nur von einer bestimmten Klasse erledigt werden kann, hilft entweder nur genaue Absprache, oder das ständige Wechseln der eigenen Klasse. Allround-Talent bzw. Flexibilität wird also schonmal belohnt. Klingt kompliziert, ist es aber mitnichten. Alle nötigen Aktionen werden in Texteinblendungen jederzeit gut lesbar erklärt. Die Grafik basiert auf dem mittlerweile etwas in die Jahre gekommenen Doom 3 sowie auf Quake 4 (dt.), wurde allerdings noch einmal etwas aufpoliert, so dass ein sehr plastischer Eindruck des SChlachtfeldes entsteht. Die dargestellte Landschaft ist sehr detailliert und mit – je nach Grafikkarte und Rechner – üppiger Vegetation und realistischen Beleuchtungseffekten ausgestattet. Die Charakter-Modelle sind ebenso allesamt äußerst detailliert und sehr realistisch animiert. Insgesamt überwiegen eher braune, erdige Farbtöne, was zusammen mit der Art der Beleuchtung einen eher dreckigen Look gibt und den Eindruck eines unwirtlichen Schlachtfeldes noch verstärkt. Wer auf dieser Basis mit realistischen Gewaltdarstellungen und Unmengen an Blut rechnet, der irrt gewaltig. Treffer werden rein akustisch über einen Signalton angezeigt, Blut spritzt überhaupt keines, Todesanimationen oder dergleichen sucht man ebenso vergeblich. Getroffene Charaktere fallen einfach zu Boden, wo sie sich noch eine zeitlang hilfesuchend umschauen. Das hat allerdings ebenso wenig mit Grausamkeit zu tun, sondern vielmehr mit der Tatsache, dass jeder Spieler nach seinem virtuellen Ableben die Wahl hat, ob er noch kurz liegenbleiben und auf den nächsten Sanitäter warten möchte, um an gleicher Stelle fortzufahren, oder ob er sich lieber am nächsten Einstiegspunkt, eventuell mit einer anderen Klasse, erneut in Geschehen stürzen möchte. Als kleinen ‘Gag’ sieht man seine eigene Leiche dann sogar noch eine Weile an genau der Stelle liegen, an der man zuletzt getroffen wurde. Entwickler Splash Damage ist ein überaus abwechslungsreicher Online-Shooter gelungen, der absolut koordiniertes Vorgehen im Team erfordert. Einzelkämpfer werden ebenso wenig ihre Freude an dem Titel haben, wie all jene, die evtl. auf der Suche nach einem brutalen Shooter sind. Gewalt wird – außer in Form der Waffen – kaum dargestellt, auf Blut und sonstige Gewaltdarstellungen wird komplett verzichtet. Sämtliche Ziele in der Demo sind einzig und allein durch taktisches Vorgehen mehrere Spieler zu erreichen, die einander unterstützen und an einem Strang ziehen. Teamgeist wird ausdrücklich gefördert. Aufgrund dieser Tatsache ist Enemy Territory: Quake Wars durchaus für Jugendliche geeignet, die evtl. die von der USK vorgegebene Altersgrenze von 16 Jahren noch nicht erreicht haben. Dann allerdings natürlich unter Aufsicht der Eltern.
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