Duke Nukem Forever PDF Drucken E-Mail
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Dienstag, den 14. Juni 2011 um 14:52 Uhr
altSpieltitel: Duke Nukem Forever
Entwickler: Gearbox (3D Realms)
Genre: Egoshooter
Systeme: PC/XBOX360/PS3
USK: alt

Kurzbeschreibung


Story:

Die Aliens sind zurück und wollen wieder unsere Frauen entführen. Das kann der Duke nicht zulassen und geht ohne Kompromisse und Fingerspitzengefühl, dafür mit brachialer Gewalt und Action gegen die Widerlinge vor.

Gameplay:

Der Spieler steuert den Duke wie üblich aus der Ich-Perspektive durch recht linear aufgebaute Level. Kleinere Rätseleinlagen, die sich meist aus Spring-, Schalter- oder Kletterknobeleien zusammensetzen lockern das Gameplay etwas auf. Da man nur zwei Waffen mitnehmen kann, wird hierdurch ein gewisses taktisches Denken gefordert, da man nie weiß, auf welche Gegner man trifft. Zeitweise gilt es zudem, sogenannte Quicktime Events zu meistern. Hierbei muss man allerdings nur eine bestimmte Taste frenetisch drücken, um eine Aktion durchzuführen.

Grafik:

Nach heutigen Maßstäben gilt die Grafik sicherlich als veraltet, das tut dem Stil aber keinen Abbruch. Die Levels sind recht abwechslungsreich gestaltet und die Umgebungen reichen von (zerstörter) Großstadt über Alienschleim verseuchte Gebäude und Höhlensysteme bis zu Wüstenlandschaften mit Bergwerken. Das Finale spielt um, auf und im Hoover Damm.

Gewaltdarstellung:

Der Duke geht nicht zimperlich mit den Außerirdischen um. Je nach Waffe sind die Auswirkungen auf die Aliens sehr extrem und da fliegen dann auch die außerirdischen Gliedmaße durch die Gegend. Gewalt gegen Menschen durch den Spieler gibt es nicht. Sollte man auf einen Menschen schießen, so bleibt dies völlig ohne Auswirkungen. Eine Ausnahme stellen die entführten Frauen dar. Diese findet man als lebende Brutstätten für den außerirdischen Nachwuchs. Diese kann man von ihrem "Leid erlösen". Eine andere Rettung ist nicht möglich, da die Frauen mit den Alienstrukturen verwachsen sind. Zudem töten die Außerirdischen die (männlichen) Menschen ebenfalls sehr brutal. Häufig geschieht dies auch in Kampfhandlungen in denen der Spieler Soldaten (Kanonenfutter) an die Seite gestellt bekommt und so deren virtuelles Abbleben direkt mit erlebt.

Fazit:

Dieses Spiel war 14 Jahre in der Entwicklung und niemand glaubte so wirklich daran, das es erscheint. Nun ist es, nach einem weiteren Entwicklerwechsel, doch noch erschienen und es ist das geworden, was die Fan wollten: Hart, blutig und brutal. Dabei aber so stark überzeichnet, dass der Sarkasmus überhaupt nicht zu übersehen ist. Dieses Spiel nimmt weder sich, noch die ganzen Actionhelden der Achtziger und Neunziger ernst. Trotzdem hat es in Kinderhänden nichts verloren und ist zurecht erst ab 18 Jahren freigegeben.


Weiterführende Links:
Duke Nukem Forever auf GameStar.de
Artikel auf N-TV

Screenshots



Unterwegs im Auto
Unterwegs im Auto

Willkommen am Hoover Damm

Weiter Bilder finden Mitglieder wie gewohnt exklusiv in der Galerie.

Persönliche Meinung



Ich gehöre zu den Spielern, die immer daran geglaubt haben, das dieses Spiel erscheint. Mal mehr, mal weniger intensiv. Allerdings war mir im Laufe der Entwicklungszeit auch klar, dass dieses Spiel nicht die Wegweiserfunktion in Gameplay und Technik bieten würde, wie es der Vorgänger "Duke Nukem 3D" seinerzeit war.

So habe ich beim Spielen geschwankt zwischen Nostalgie, wenn es Anspielungen auf den Vorgänger gab und Ärger über die meiner Einschätzung nach unsinnigen Neuerungen wie Speicherpunkte, Quicktime Events und Waffenbeschränkung.

Auch hatte ich nie das Gefühl, mich durch ein Spiel aus einem Guß zu bewegen. Zu abrupt kamen Szenen und Tempowechsel und das Level im Nachtclub wirkte komplett aufgesetzt. Als wäre es reingepackt worden, weil die Fans unbedingt ein Striplokal haben wollten. Im Vorgänger durchlief man einen Rotlichtbezirk und kam auf dem Weg automatisch durch die Nachtclubs.

Ich denke, ein Remake von Duke Nukem 3D mit aktueller Technik, dafür orginal belassen im Gamedesign dürfte die Fans mehr begeistern als dieser Nachfolger.

Ja, ich habe ihn gespielt und hatte an einigen Stellen viel Spaß dabei und ja, ich werde ihn nochmal durchspielen. Aber die Änderungen, vor allem die für die Konsolen, haben dem Spiel mehr geschadet, als gedient.

 
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