| Dead Space |
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| Sonntag, den 12. Dezember 2010 um 00:00 Uhr | ||||
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Entwickler: Electronic Arts Genre: Survival Horror/Action/Shooter Systeme: PC / XBox360 / PS3 USK: KurzbeschreibungStory Kommunikationsingenieur Isaac Clarke wird mit einem Reparturauftrag auf das Bergbauraumschiff Ishimura geschickt, da dort ein Schaden an den Kommunikationsanlagen vermutet wird. Beim Anflug auf das gigantische Raumschiff versagen die Andocksysteme und das Schiff, welches Isaac zur Ishimura bringen soll, macht eine Bruchlandung. Die Überlebenden des Absturzes und des ersten Angriffs von bizarren, monsterartigen Kreaturen machen sich nun daran ihr Überleben zu sichern. Was ihnen passieren kann, zeigen die überall auf dem Schiff vorhandenen Leichen an. Bei ihrem Vorgehen decken sie nach und nach auf, was mit der tausendköpfigen Besatzung der Ishimura passierte und was es mit den Kreaturen auf sich hat. Dabei bekommt jeder der Überlebenden mit der Zeit immer stärker werdende Halluzinationen und schon bald weiß keiner mehr, was wahr und was Illusion ist. Gameplay Der Spieler übernimmt die Rolle von Isaac Clarke und steuert diesen aus der Schulterperspektive (Third person). Dabei kommt das Spiel ohne bekannte Anzeigen wie Lebensernergie, Munitionsvorrat, etc. aus. Alle wichtigen Informationen sind in Kleidung oder Ausrüstung integriert oder werden bei Bedarf wie eine Art Hologramm in die Spielwelt projeziert. Auf diese Art und Weise erreicht das Spiel eine ganz besondere Art der Spielerintegration in die unheimliche Welt. Der Spieler leitet und begleitet den Ingenieur durch das riesige Raumschiff auf unterschiedlichen Missionen. Mal muss ein Transportsystem repariert werden, mal irgendwelche Anomalien beseitigt werden. Das ist nicht ungefährlich und aus dem Grund erhält der Spieler verschiedene Werkzeuge als Waffen. Der Plasmacutter ist eigentlich zum Zerkleinern von Gestein gedacht, der Flammenwerfer ursprünglich eine mobile Erzschmelze. So wird eingesammelt, was sich als Waffe nutzen lässt und da ein Großteil der Ausrüstung im Bergbau verwendet wird, ist die Auswirkung bei den Gegnern entsprechend drastisch (s. Gewalt). Auf dem Weg durch das Raumschiff werden die Vorkommnisse durch Textnachrichten oder Audio- und Videologs aufgedeckt. Grafik Dead Space ist ein Horrorspiel. Aus dem Grund spielt die Grafik sehr viel mit Licht und Schatten und entwirft so eine durchgehend beängstigende Atmosphäre. Die Umgebung wirkt, vor allem auch durch den Verzicht von klassischen Spieleanzeigen, extrem glaubwürdig. Man hat wirklich als Spieler das Gefühl an einem Ort zu sein, wo gearbeitet wird und dass es sich um eine dreckige Arbeit handelt. Aber auch die Bereiche, die nichts mit dem Minenbetrieb zu tun haben, fügen sich sehr glaubwürdig in das gesamte Gebilde ein und vervollständigen somit den realistischen Gesamteindruck, obwohl das Geschehen ja in weiter Zukunft spielt. Gewalt Das Spiel ist extrem brutal und gehört auf gar keinen Fall in Kinderhände, was übrigens für alle "ab 18"-Titel gilt. Die oben beschriebenen Waffen lassen nur ein Zerlegen der Gegner zu und umgekehrt lassen die mutierten Monster auch vom Spieler nur Einzelteile übrig. Auch wenn die Gegner keine Menschen sind, so sind doch häufig die Menschen, die sie einmal waren, zu erkennen und alleine die entstellten Gegner dürften zartbesaiteten Personen schon Alpträume bescheren. Da die Monster meist Waffen an ihren Extremitäten haben, bringt ein gezieltes Abtrennen von Gliedmaßen entsprechende Vorteile und wird in Hinweisen während des Ladevorganges auch immer wieder beworben. Hinzu kommt, dass überall im Raumschiff schrecklich verstümmelte Leichen anzutreffen sind. Fazit Verschiedenen Berichten zufolge waren mehrere Anläufe notwendig, um für dieses Spiel eine Alterfreigabe durch die USK zu erhalten. Trotz allem soll, lt. Electronic Arts, nichts geschnitten sein. Das zeigt deutlich, wie sehr eine Alterseinstufung vom Entscheidungsgremium und vermutlich dessen Tagesverfassung abhängig zu sein scheint. Denn ein und dasselbe Spiel, dreimal vorgelegt und zweimal ohne Alterskennzeichnung abgewiesen, lässt eine einheitliche Linie vermissen, vor allem, wenn man ungeschnitte Versionen von Spielen kennt, die in Deutschland indiziert oder gar nach §131 StGb verboten sind und diese mit Dead Space vergleicht. Da stellt man die deutsche Praxis durchaus einmal mehr in Frage. Hätte Dead Space denn indiziert gehört oder gar verboten? Dies als Gegner von staatlichen Eingriffen zu beantworten, wäre unfair. Ich stelle mit meinem Fazit nur nochmal fest, was ich oben bereits erwähnte: Dead Space hat meiner Meinung nach nichts in Kinderhänden verloren. Aus Spielersicht ist Dead Space genau das, was der erwachsene Spieler sich wünscht. Er bekommt ein extrem atmosphärisches, extrem spannendes und extrem brutales Horrorabenteuer. Das ganze deutlich als "ab 18" durch die USK gekennzeichnet und ohne Einschränkungen im Vergleich zur internationalen Version. Weiterführende Links: Dead Space Seiten auf GameStar.de Persönliche MeinungDead Space ist der gelebte Splatterfilm. Anders kann ich es aus meiner Sicht nicht beschreiben. Allerdings kein B-Movie oder schlimmer. Nein! Dead Space bietet eine hochintelligente Geschichte, die mit einigen Wendungen aufwartet und die dafür sorgt, dass man immer tiefer eintaucht in die bizarre Welt aus Experimenten, religiösem Wahn und machtbesessenen Geheimdiensten. Hinzu kommt, dass hier excellente, deutsche Sprecher die Stimmung hervorragend transportieren und somit einen großen Teil zu diesem stimmigen Gesamtbild beitragen. Ja, das Spiel ist brutal. Aber genau diese Brutalität gehört zu diesem stimmigen Gesamtbild. Ich habe als Spieler Angst um Isaac und will ihn beschützen. Ich will verhindern, dass die Necromorphen, so die offizielle Bezeichnung der Monster, ihn zerstückeln können. Zudem kommt dieser Drang, diese voyeuristische Veranlagung in mir, mehr von diesem Elend zu erfahren, was den Menschen auf der Ishimura zugestoßen ist und wo ich von wem die Überreste entdecke. Was mich sehr verwundert hat, ist übrigens die Tatsache, dass dieses Spiel keine Diskussion nach sich gezogen hat. War es Glück, dass zum Releasezeitpunkt gerade kein Amoklauf stattgefunden hat? War es Zufall, dass zum Releasezeitpunkt die Redaktionen von Panorama und Frontal21 keine Langeweile hatten? Auf jeden Fall ist dieses Spiel für mich ein Kandidat um zu polarisieren. Jede Seite in der Diskussion um staatliche Einmischung in die Konsumfreiheit. Dieses Spiel zeigt deutlich, dass gewalthaltige Medien durchaus im freien Markt bestehen können und zwar ohne dass sie vorher inhaltlich angepasst werden müssen. Das haben übrigens auch schon Filme und andere Medien gezeigt. Ich kenne andere Spiele, die vom Gewaltinhalt ähnlich oder gar harmloser sind und dieses Glück nicht hatten. Diese sind entweder entschärft oder gar nicht auf den deutschen Markt gekommen. Umso erfreulicher ist das Beispiel Dead Space. Es ist seit 2008 erhältlich und hat sich zudem sehr gut verkauft. Da es an aktuellen Anlässen fehlte und die bösen Spiele für die Medien momentan eher die Onlinerollenspiele und nicht mehr die "Killerspiele" sind, ist dieses Spiel an der unaufgeklärten und uninteressierten Öffentlichkeit vorbeigehuscht. Ein schönes Stück Normalität.
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