| The Witcher |
|
|
|
| Samstag, den 05. Januar 2008 um 20:05 Uhr | ||||
Plattform: PC Entwickler: CD Project Red Publisher: Atari USK: Keine Jugendfreigabe GameParents: Ab 18 Jahre Story: Hauptdarsteller der Geschichte, die im Lande Temeria spielt und auf den Büchern von Andrzej Sapkowski basiert, ist der Hexer Geralt von Rivia. Er ist wie alle Hexer ein professioneller Monsterjäger, der für klingende Münze und Naturalien Bürger wie Adelige von allerlei Ungeheuern befreit. Dabei sprechen oft genug Stahl oder Silber, aber auch einige Zaubersprüche, die Hexer ihr Eigen nennen. Hilfe erfahren sie dabei zusätzlich durch ihre Alchemie, deren Erzeugnisse nur sie als Mutanten vertragen und die ihnen zusätzliche Kräfte verleiht. Hexer sind außerdem Meister im Brechen von Flüchen, wie Geralt im Vorspann unter Beweis stellt, als er den Striga-Fluch von Prinzessin Adda nimmt. ![]() Geralt und Freunde Durch nicht geklärte Umstände verschwindet Geralt nach dieser Tat, um Jahre später von seinen Hexer-Mitstreitern aufgefunden und zur Feste Kaer Morhen gebracht zu werden. Diese wird kurze Zeit später von einer Truppe aus mächtigen Magiern und Mördern angegriffen, denen es trotz heftigem Widerstand gelingt, wichtige Hexer-Geheimformeln zu erbeuten und damit zu fliehen. Bereits hier kann sich Geralt entscheiden, ob er versucht, den Diebstahl zu verhindern oder lieber das große Monster bekämpft, das die feindlichen Magier mitgebracht haben. ![]() Der Bösewicht Javed Azar Geralts Aufgabe ist es nun, die Diebe zu verfolgen, zu stellen und ihnen die Kostbarkeiten wieder abzujagen. Im Zuge der Ermittlungen kommt die ganze Tragweite einer Verschwörung Stück für Stück ans Tageslicht. Zum Glück kann Geralt auf die Hilfe von alten Freunden zählen, auch wenn er sich durch seiner Amnesie an die wenigsten überhaupt erinnert. ![]() Geralts alte Freundin Shani Das gilt auch für die Frauen, die eine große Rolle in Geralts Leben spielen, auch wenn sein Beruf nicht eben geeignet ist, eine Familie zu gründen. Und so besteht ein Reiz des Spiels darin, zum einen mit möglichst vielen Frauen zu schlafen und zum anderen, sich für eine der „alten“ Freundinnen zu entscheiden. Oder auch nicht. ![]() Eine der zahlreichen Damen im Spiel Hier kommt die Besonderheit von The Witcher zum Tragen: Sehr oft im Spiel kann Geralt Entscheidungen treffen, die sich im späteren Spielverlauf auswirken. Hilft er beispielsweise dem Orden der Flammenden Rose gegen aufständische Elfen und Zwerge, ist er vielleicht mitverantwortlich für den Genozid an Nicht-Menschen. Oder aber er stellt sich auf die Seite der Rebellen, dann kann es später viele Opfer unter unschuldigen Menschen geben. Gleiches zeigt sich im Umgang mit anderen Menschen: Zuviel Nähe zur Zauberin Triss Merigold und seine alte Freundin Shani will nichts mehr von ihm wissen. Ganz wie in der Realität haben Taten Folgen, die man vorher gar nicht abschätzen konnte. Unschuldige kommen zu Schaden, Krieg bricht aus oder lieb gewonnene Charaktere stürzen sich ins Unglück, weil Geralt eine bestimmte Entscheidung getroffen hat. Rückblenden erläutern später in Gemälden die Zusammenhänge. Da zwischen der Entscheidung und der Rückblende nicht selten mehrere Spielstunden liegen, wird der Spieler unauffällig dazu gebracht, mit seiner Entscheidung zu leben anstatt einen alten Spielstand zu laden und die Entscheidung zu revidieren. Ein Umstand, der zum mehrmaligen Durchspielen einlädt. ![]() Für Unterhaltung ist gesorgt: Hafenhure Im Making of, das jeder Version des Spiels beiliegt, vertreten die Entwickler die Einschätzung, dass The Witcher nicht unbedingt aufgrund von Gewalt und Sex ein Spiel für Erwachsene ist, sondern weil der Spieler weitreichende Entscheidungen treffen muss, die ein Jugendlicher nicht unbedingt nachvollziehen kann. Grafik: Die Darstellung von The Witcher ist nicht ganz Stand der Technik, aber dennoch gut gelungen und mit dem für Fantasy-Rollenspiele heute üblichen Realitätsgrad versehen. Die verschiedenen Orte sind sehr schön illustriert und gerade die Charaktermodelle sehen richtig gut aus. Insgesamt eine gute Präsentation einer glaubhaften Welt, ohne aufdringlich zu wirken. ![]() Auch in Kriegszeiten braucht das Volk Unterhaltung Gewaltdarstellung / Sexuelle Darstellung / Sprache: The Witcher verzichtet auf übermäßig brutale Darstellungen und beschränkt sich auf das für die Atmosphäre Notwendige. Herumliegende Leichen sind realistisch dargestellt; ein von Tieren oder Monstern angenagter Mensch ist nun mal kein schöner Anblick. In Kämpfen werden die verschiedenen Effekte entsprechend dargeboten: Bringt man einem Gegner eine Blutung bei, sieht man das auch. Gelegentlich bleiben auch mal Gegner zerstückelt zurück, wobei die Entwickler auf die Darstellung von Gedärmen und ähnlichem keinen Wert gelegt haben. Getötete Gegner verwandeln sich recht schnell in Gerippe mit ein bisschen Fleisch dran und verschwinden, sobald Geralt ihnen ihre Habe abgenommen hat. Die sporadischen Zwischensequenzen sind teilweise gerendert, teilweise mit der Spielengine realisiert. Gerade bei den hochwertigen gerenderten Sequenzen wird es an einigen Stellen ziemlich deftig, ganz im Stile der Herr der Ringe Trilogie: Wo mit Blankwaffen gekämpft wird, bleiben Verstümmelungen nicht aus. Splattereffekte sind jedoch keine vorhanden. ![]() Ein Kampf gegen mehrere Gegner Auch wenn intime Kontakte zu Frauen häufiger möglich sind, ist die Darstellung weniger explizit als es die USK-Einschätzung vermuten lässt: Im Hintergrund wird sehr verwaschen der Beginn einer Bettszene und vordergründig eine Art Tarot-Karte mit einem Abbild der Dame gezeigt, um die es geht. Die Damen sind dabei mal mehr, mal weniger bekleidet und in erotischen Posen zu sehen. Der Rest wird der Fantasie des Spielers überlassen. Intime Begegnungen finden nur einvernehmlich statt. Teilweise muss Geralt erst ihre Gunst erringen durch Geschenke oder eine Erledigung, es kommt aber auch vor, dass die Initiative von der Frau ausgeht. ![]() Eine der eroberten Damen Die Sprache von The Witcher ist, passend zum erwachsenen Charakter des Spiels, direkt und kompromisslos. Besonders Geralt hat für diplomatisches Gewäsch nichts übrig und bietet dem Spieler häufig die Wahl zwischen schroffer Ablehnung oder interessierter Anteilnahme. Manch ein Charakter nimmt überhaupt kein Blatt vor den Mund und flucht und beleidigt nach Herzenslust. Andere ergehen sich in mysteriösen Andeutungen, die häufig genug erst hinterfragt und enträtselt werden müssen, bevor die Absichten deutlich werden. Fazit: The Witcher ist ein lebendiges Rollenspiel, das Spaß macht. Trotz der Fantasy-Welt kommt das Spiel erwachsen daher und baut eine glaubwürdige Welt mit echt wirkenden Charakteren auf. Und das weniger wegen expliziter Gewalt- oder Sexdarstellungen, sondern aufgrund des rauen Umgangstons und den teilweise schicksalhaften Konsequenzen mancher Entscheidungen des Hauptdarstellers. Für Jugendliche dürfte das in Teilen schwer begreifbar sein, deshalb geht die Einschätzung der USK „ohne Altersfreigabe“ in Ordnung. (Alle Bilder: Gamestar) Weitere Links: http://www.the-witcher.de/ (private Website mit vielen Informationen) http://www.ingame.de/content.php?c=73277 http://www.4players.de/4players.php/dispbericht/PC-CDROM/Test/4398/5965/0/The_Witcher.html http://www.endoflevelboss.de/?p=616
|
||||
Quick Post
Im Forum diskutieren. (0 posts)
Main Menu
| Home |
| Verein |
| News |
| Eltern-LAN |
| Artikel |
| Forum |
| Links |
| Presse |
| Kontakt/Impressum |
| Spender |
















