| Bioshock |
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| Samstag, den 01. September 2007 um 20:30 Uhr | ||||
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Plattform: PC, XBOX 360 Entwickler: 2K Boston und 2K Australia Publisher: Take 2 Interactive GmbH USK: Keine Jugendfreigabe GameParents: Für Erwachsene Story: Der unbenannte Protagonist befindet sich auf einer Flugzeugreise zu seinen Eltern, als es zu einer Explosion an Bord kommt. Das Flugzeug stürzt über dem Meer ab und wie durch ein Wunder bleibt der Spieler als einziger Passagier am Leben. Zwischen brennenden Flugzeugteilen kommt er wieder an die Wasseroberfläche und muss erkennen, dass er aus dem Wrack, dessen Heck gerade langsam im Wasser versinkt, nichts mehr retten kann. Nicht weit entfernt jedoch erhebt sich ein noch funktionstüchtiger Leuchtturm, seine einzige Hoffnung auf Rettung. In wenigen Schwimmzügen erreicht der Spieler den Turm. ![]() Tauchkugeln gibt es auch im späteren Spielverlauf Der Leuchtturm und sein Inneres erstrahlen im Art Déco-Design und bieten nur eines: Einen Weg auf den Meeresgrund in Form einer Tauchkugel. Steigt der Spieler ein, beginnt ein sehenswerter Abstieg zur Unterwasserstadt Rapture, während dessen ein Werbefilmchen des Erbauers Andrew Ryan Erklärungen dazu liefert. ![]() Die Unterwasserstadt Rapture: Ein New York für Captain Nemo Kaum angedockt muss der Spieler in der noch verschlossenen Tauchkugel miterleben, wie ein Mann von einer offensichtlich irre gewordenen Frau brutal ermordet wird. Nun meldet sich auch zum ersten Mal ein noch normal scheinender Mann namens Atlas per Interkom (Internes Kommunikationssystem) und führt den Spieler durch die ersten Räume von Rapture. Atlas Ziel: Seine von ihm getrennte Familie mit Hilfe des Spielers vor dem größenwahnsinnig gewordenen Andrew Ryan zu retten und aus Rapture zu fliehen. Grafik: Bioshock bietet eine atemberaubende und sehr authentisch anmutende Grafik auf dem Stand der aktuellen Spieletechnik. Die Unterwasserstadt Rapture wurde im Art-Déco-Stil der 20er-Jahre des letzten Jahrhunderts gestaltet, was sich in Neonlichtern, Comic-Werbeplakaten und sehr reichhaltig verzierten Räumen und Gegenständen niederschlägt. Zeitweise wirkt Bioshock wie ein amerikanischer Film aus den dreißiger Jahren. Wie bei heutigen Ego-Shootern üblich, verschweigt die Darstellung nichts und ist sehr detailliert. Die noch in Rapture lebenden Menschen sind durch Genmanipulation und „Schönheits“-Chirurgie verunstaltet und die Stadt macht in weiten Teilen einen verwahrlosten Eindruck. ![]() Die entstellten Fratzen Raptures Es dringt Wasser ein und Teile der Technik sind ausgefallen. An vielen Orten sieht man die Ergebnisse heftiger Kämpfe: Zerstörte Toiletten, Einschusslöcher in Wänden und Panzerglas, zerbrochene Möbel, offensichtliche Plünderungen. Trotz all der Zerstörungen ist der einstige Reichtum von Rapture immer präsent. ![]() Rapture inside: Neon, Gold und Prunk Gewaltdarstellung: In der in Deutschland ab 18 Jahren erhältlichen Version wurden Splattereffekte (spritzendes Blut, davonfliegende Körperteile) entfernt und Blut auf ein Mindestmaß zurück geschraubt. Das mindert zwar das Horrorszenario etwas, hat aber auf den allgemeinen Spieleindruck keinen Einfluss. Es gibt keine Verstümmelungen, die Ragdoll-Effekte (physikalisch korrektes "Herumzappeln" getroffener toter Körper) sind abgeschaltet und Gewalteinwirkung wird im üblichen Rahmen dargestellt. Getroffene menschliche Gegner werden zurückgeschleudert oder gehen zu Boden, bei Explosionen fliegen Körper wie andere Gegenstände physikalisch korrekt durch die Luft. Durch Feuer (Plasmid, Flammenwerfer oder Molotow Cocktails) getötete Feinde bleiben als verkohlte Leichen zurück. ![]() Sammler-Mädchen und Big Daddy Bei den Bewohnern von Rapture gibt es jedoch zwei besondere Charaktere, die den Spieler ganz wie in Star Wars: Knights of the Old Republic oder Stalker vor die Wahl stellen, mitfühlend oder skrupellos und eigennützig zu spielen. Diese beide Kreaturen leben symbiothisch zusammen: Die Sammler, kleine genetisch gezüchtete Mädchen, die aus Leichen die Substanz Adam absaugen und die unförmig wirkenden, aber brandgefährlichen Big Daddies, die diese beschützen. Adam wird benötigt, um genetische Verbesserungen zu erhalten, die für das Fortkommen im Spiel unerlässlich sind. Ohne also dieses Duo anzugreifen und den Mädchen das Adam abzunehmen, ist das Spiel nur schwer zu schaffen. Hat der Spieler den Big Daddy ausgeschaltet, wird er vom Spiel vor die Wahl gestellt: Entzieht er dem Mädchen das Adam, kann es gerettet werden. Entfernt der Spieler dem Mädchen den Parasiten, der das Adam speichert, stirbt es. In diesem Fall erhält der Spieler jedoch die doppelte Menge Adam im Vergleich zu einer Rettung. ![]() Das Mädchen trauert um seinen Beschützer Mr. Bubbles Auch wenn es so scheint, als würde die brutalere Spielweise belohnt, dem ist nicht so. Für eine kleine Zahl geretteter Mädchen erhält der Spieler von der Ziehmutter der Mädchen jeweils einen Teddybären als Geschenk, der für den geringeren Betrag von Adam entschädigt. Es wird gemutmaßt, dass es darüber hinaus weitere Vorteile hat, alle Mädchen zu retten, Gameparents ist jedoch noch nicht so weit im Spiel, als dass wir das bestätigen könnten. Es ist nicht möglich, die Mädchen durch Waffengewalt oder Plasmide zu verletzen. ![]() Durch Entzug von Adam wird das Mädchen gerettet ![]() ... und bedankt sich artig bei dem Spieler. Über nicht-deutsche Versender ist auch die so genannte A-Version des Spiels zu bekommen, die keinerlei Zensur durchlaufen hat. Eine Version dieses Spiels liegt Gameparents jedoch nicht vor. Fazit: Ganz klar: Bioshock ist erstklassige Erwachsenenunterhaltung mit einem unverbrauchten Szenario und vielen taktischen Möglichkeiten in Form von genetischen Verbesserungen und dem Hacken von Sicherheitssystemen und Verkaufsautomaten. Die Kämpfe mit den verrückten Einwohnern von Rapture erhalten so eine taktische Tiefe, die beinahe die von Dark Messiah of Might and Magic erreicht. Technisch auf der Höhe der Zeit braucht es keinen Vergleich zu scheuen mit anderen aktuellen Ego-Shootern. Für Kinder und Jugendliche ist es dennoch nicht geeignet, denn Hauptbestandteil von Bioshock sind die Kämpfe im Irrenhaus Rapture. Echte Rätsel und Interaktion mit den Bewohnern sind kaum vorhanden und Konflikte lassen sich ausschließlich mit Gewalt lösen. Gegner zu umgehen oder gewaltlos auszuschalten ist selten möglich. Aus diesen Gründen ist die USK-Einstufung "keine Jugendfreigabe" auch aus GameParents-Sicht gerechtfertigt. Weitere Links: (Alle Bilder: Gameparents)
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Der Art-Déco-Unterwasser-Shooter Bioshock hat in allen Spielemagazinen gute Wertungen eingefahren und erwartungsgemäß auch in der zensierten deutschen Version keine Jugendfreigabe seitens der USK erhalten. Ist diese Einstufung richtig? Und was ist dran am Hype Bioshock? 











