Condemned PDF Drucken E-Mail
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Donnerstag, den 01. März 2007 um 20:54 Uhr

Condemned

Plattform: Xbox360, PC

Entwickler: Monolith 

Publisher: Sega und Warner Bro.

USK: Keine Einstufung, Indizierung

Gameparents: Sollte unbedingt von Kindern fern gehalten werden.  

 

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Das Cover der internationalen Xbox360-Version wirkt relativ harmlos. Doch der Inhalt hat es in sich. Unsere Empfehlung: Unbedingt von Kindern fernhalten!

Condemned wird oft in einem Atemzug mit 'Killerspielen' genannt, auch Ausschnitte aus dem Spiel werden gerne im Fernsehen gezeigt, um auf die Brutalität dieses erfundenen Spielegenres aufmerksam zu machen.

Ich weiß um die Gefahr, solche Reviews zu schreiben, man macht oft auf die Spiele aufmerksam und die Verkaufszahlen gehen in die Höhe. Eltern sollten sich aber ein Bild solcher Spiele machen können, um zu entscheiden ob sie reagieren wollen.

Xbox360 verbietet den Vertrieb zwar innerhalb Deutschlands, da das Spiel keine USK-Einstufung bekommen hat, aber das Spiel kann ohne weiteres aus dem europäischen Ausland bezogen werden, sodas auch einige Condemned-Spiele in Deutschland als Import verkauft werden. Es wird sogar mit deutschem Untertitel geliefert.

Das Spiel objektiv zu beschreiben bzw. zu bewerten, ist fast unmöglich, da Condemned ein Ausnahmespiel in jeder Richtung ist. Die Grafik ist spieltechnisch bisher auf der Xbox360 unerreicht und das, obwohl es mit eines der ersten Spiele für die 360 war. Die Musik und Sounds des Spieles sind von unglaublicher Qualität und produzieren eine sehr dichte und gruselige Atmosphäre, wie man das nur selten in einem Spiel erlebt. Aber leider auch die Darstellung der Gewalt erscheint mir bisher unerreicht und unnötig.

 

Handlung und Grafik: Besonders am Anfang versteht das Spiel zu fesseln, man betritt als FBI Agenten einen Tatort, der unheimlich und schlecht beleuchtet ist. Sowieso spielt das Spiel nur im Dunklen und man beleuchtet die Umgebung nur mit einer Taschenlampe, was den Angst- und Gruselfaktor oft ins Extreme treibt. Das Untersuchen des Tatortes geht leicht von der Hand, wie die gesamte Steuerung, was für ein Spiel aus der EGO-Perspektive (Sicht direkt auf die Dinge) nicht selbstverständlich ist. Die ganze Umgebung wirkt wie aus dem Film "Sieben", auch die Handlung hat sich einiges abgeguckt. Nachdem der Tatort untersucht ist, geht es auch schon richtig los, man soll den Strom wieder einschalten, den irgendein Bösewicht plötzlich ausgeschaltet hat. Unterwegs verliert man dann die Dienstwaffe und man geht hauptsächlich mit Hiebwaffen (Rohre, Vorschlaghämmer, Spintschranktüren usw. ), aber auch Schusswaffen (Pistolen und Gewehre) die überall herum liegen, auf die ganzen Verrückten los, die plötzlich überall in der Stadt auftauchen. Die künstliche Intelligenz der Gegner ist auch besonders, diese verstecken sich gerne hinter Pfosten oder ähnlichem, um dann plötzlich heraus zu springen um einen persönlich total zu erschrecken und die Spielfigur anzugreifen. Oft hat man auch physisch das Gefühl, dass jemand hinter der Spielfigur stehen könnte. Sehr unheimlich sind auch die lauten Geräusche, die man selbst produziert (gegen Kisten stoßen, Dinge umwerfen etc.), zwischendurch hallen wütende Rufe und Schreie durch die dunklen Flure, was einem wirklich Angst einflößen kann. Auch Renn-, Husten- und Spuck Geräusche der Gegner lassen einem oft den Atem stocken und genau hinhören, wo der nächste Angreifer wohl heraus springen könnte. Das Spiel hätte wirklich das Zeug dazu gehabt eines der besten überhaupt zu werden, wäre da nicht diese unnötige stupide Gewalt, die man an den Gegnern auslässt. Alleine schon die stumpfe Waffenauswahl ist so hässlich, dass man sich fragen sollte ob es wirklich nötig ist mit z.B. einem Vorschlaghammer mindestens zwei bis drei mal auf den Gegner zu schlagen, bis dieser auf dem Boden liegen bleibt. Bei Ladesequenzen zwischen den Leveln wird sogar darauf hingewiesen, das Spiel doch ohne Schusswaffen zu spielen, als würde man am Ende dafür belohnt werden. Nach einem Treffer mit Blutspritzen, torkelt der Gegner bzw. man selbst einige Schritte benommen zurück, um dann erneut angreifen zu können. Auch hier ist die Grafik voller Bewegungen und Bildeffekte wie man sie selten zu sehen bekommt. Auch die Zwischensequenzen tragen zur gruseligen Atmosphäre bei, schrille Geräusche und undeutliche Bilder inkl. Kontrollervirbrationen versuchen eine Handlung in das Gemetzel zu bringen. Bestimmte Schallwellen verändern demnach Hirnströme von Menschen und Vögeln, was Vögel tötet und Menschen zu willenlosen Killern macht, die sich auch gegenseitig angreifen. Die Hauptaufgabe ist es jedoch, einen Massenmörder zu finden, der andere Massenmörder mit ihrer eigenen Methoden mordet. Nebenbei gibt es noch etwas Akte X, der eigenen Spielfigur. Man hat Visionen und Vorahnungen, die sich mit anderer Optik und Kontrollervibrationen bemerkbar machen. Diese Tatsache wird jedoch nicht ganz aufgelöst und bleibt somit evtl. für einen zweiten Teil erhalten. 

Die wirklich guten Spurensuch-Szenen des Spiels machen aber gerade max. 5% des Spieles aus, unheimliche Gänge zu durchlaufen ungefähr 40% und der Rest besteht aus Kämpfen und Töten.

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Die Bilder der nächsten Szenen ersparen wir Ihnen.
 

 Fazit: Condemned hat atmosphärisch, grafisch und spieltechnisch einiges zu bieten und setzt sogar neue Maßstäbe, jedoch ist das stupide Töten und Metzeln zu viel des guten und ist einfach nur unnötig gewalttätig und brutal dargestellt. Auch die Spannung und die Angst, die das Spiel in der Lage ist zu produzieren, sollte nicht unterschätzt werden, besonders für Kinder würde ich diesen Aspekt als gefährlich einstufen. 

Einschätzung von Gameparents.de: Sollte unbedingt von Kindern fern gehalten werden, da es u.a. Ängste auslösen könnte!

Spielseite: http://www.condemnedgame.com

 

 
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