Saints Row (Demo) PDF Drucken E-Mail
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Samstag, den 17. Februar 2007 um 22:14 Uhr

Bei dem hier besprochenen Review handelt es sich um die Demoversion, die auf dem Online Marktplatz von Xbox360 frei zugänglich und für alle Besitzer mit einem Internetanschluß downloadbar ist. Hierzu der Hinweis auf den eingebauten Kinderschutz der Xbox360, der jedoch erst aktiviert werden muss.

Spieltitel: Saints Row (Demo)

Publisher: THQ

Entwickler: Volition

System: XBOX 360, geplant für PS3

USK-Einstufung: Keine Jugendfreigabe (ab 18)

Gameparents-Einschätzung: Keine Jugendfreigabe (ab 18) (Indizierung wäre angebracht)

 

 

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Das Cover der Xbox360-Version

Thema / Inhalt

Als Spieler schlüpft man in die Rolle eines Mannes, der Zugang zu einer Gang bekommt. Nach dem noch recht harmlosen Aufnahmeritual der Gang - man schlägt sich mit Fäusten gegen Bandenmitglieder - geht das Spiel danach recht schnell zur Sache. Das Thema des Spieles ist eindeutig Gewalt und diese wird regelrecht zelebriert. Aufgabe des Spielers ist es, eine ganz große Nummer in der Stadt zu werden, durch Drogen-, Menschen- und Waffenhandel, sowie durch Töten natürlich. Das gesamte Gameplay erinnert sehr stark an GTA San Andreas, man bewegt die Figur aus der sog. Third-Person (von hinten) Perspektive.

Grafik / Gewaltdarstellung :

Die Grafik des Spieles ist wunderschön und zugleich erschreckend hässlich. Es ist am Anfang des Spieles möglich, sich einen Spieler ganz nach eigener Vorstellung zu kreieren, so dass er wie man selbst aussieht. Die Stadt ist sehr detailliert dargestellt und auch ihre Bewohner haben sehr menschliche Züge. Es gibt ältere Menschen, die z. B. gebückt bzw. mit dem Stock gehen und dicke und arme, schöne und hässliche. Und all diese Menschen haben so ihre Probleme, die sie auf offener Straße vor sich her erzählen, was noch sehr nett ist. Bis zu dem Zeitpunkt, an dem unser Alter-Ego mit einer Waffe auftaucht und gewillt ist, diese einzusetzen. Es kostet kurze Überwindung die alte Oma mit dem Stock anzuschießen bzw. niederzustrecken; aber siehe da, es lohnt sich, sie lässt Geld fallen! (Je nachdem auf welches Körperteil man schießt ergeben sich verschiedene Reaktionen der Angeschossenen). Und dann drauf auf die Joggerin. Diese schreit kurz, dass jemand 911 (Notruf in Amerika) rufen soll und schon fällt sie zu Boden und verschwindet langsam. Aber nicht bevor unser Helfer, der solange mit von der Partie ist, bis er stirbt, der Frau noch zwei, drei mal kräftig in die Rippen tritt.

Auch die Zwischensequenzen sind nicht von Pappe, schon in dem Demo wird mal eben kurz ein kleines Massaker veranstaltet.

 

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Spielszene aus Saints Row

 

Gameparents-Kommentar

Was bei San Andreas irgendwie noch erträglich wirkt, da die Grafik dort doch eher an ein Comic erinnert, geht bei Saints Row meiner Meinung nach zu weit! Gerade die sehr realistischen Bewegungsabläufe, die natürlich schön aussehen, produzieren auch die Härte, die Saints Row eben ausmacht. Besonders erschreckend sieht es z.B. aus, wenn man Menschen in fahrenden Autos in den Kopf schießt und diese dann in ihrem Autositz zusammen sinken und das Auto nun führerlos gegen die nächste Mauer fährt. Auch wenn das oben Beschriebene nichts mit der Hauptaufgabe zu tun hat - man wird nicht dazu genötigt auf Passanten zu schießen - so wirkt es doch als gehöre das wilde Um-sich-schießen zur spielerischen Freiheit, die überall gelobt wird. Auch der gut gemeinte Auftritt von vielen Ordnungshütern, kann einem kaum davon abhalten nicht wahllos Menschen ab zu knallen – man kommt übrigens kaum schneller zur Schrotflinte als durch Mord an einem Polizisten. Sicherlich hat man in der Vollversion noch mehr „künstlerische Freiheit“ die einem vielleicht auch vom Töten ablenkt, Schönheitschirurgie am eigenen Charakter, Autotuning, -stunts u.a., aber das alles will natürlich auch bezahlt werden...

Fazit: Das Spiel gehört auf keinen Fall auf eine leicht zugängliche Internetseite, wo sie zum Download bereit gestellt wird. Auf eine Anfrage an Xbox kam jedoch keine Reaktion.

Gehört nicht in Kinderzimmer!!



 
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