| eSport Event in Karlsruhe im Kreuzfeuer |
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| Montag, den 18. Mai 2009 um 10:31 Uhr | ||||
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Durch die einseitige Berichterstattung in einigen Medien und die unqualifizierten Äußerungen von vielen Politikern und Wissenschaftlern zur Rolle von gewalthaltigen Computerspielen als alleinige Auslöser dieser schrecklichen Bluttaten zeigt sich eine starke Verunsicherung und Verwirrung von Verantwortlichen und Bürgern in Karlsruhe. Um diese Verunsicherung noch weiter zu steigern wird zudem die von der Bundeszentrale für politische Bildung (BPB) im Zuge dieser Veranstaltung durchgeführte Eltern-LAN verurteilt und als Werbeveranstaltung abgetan. Wenn dem Kritiker, Michael Koch vom Jugendamt Offenbach, so offensichtliche Mängel an der Elternveranstaltung aufgefallen sind, wieso sucht er nicht das Gespräch mit den ausführenden Institutionen, um dies zu ändern? Vermutlich weil er es nicht will, so wie viele der Computerspielgegner sich weigern einzugestehen, dass Computerspiele mittlerweile ein fester Bestandteil im Leben von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen geworden sind. Bestände ein kausaler Zusammenhang zwischen Computerspielen und Amokläufen, dann hätten wir viele Millionen potenzielle Amokläufer in Deutschland und sollten eigentlich jeden Tag von einer solchen Tat lesen oder hören. Es wurde dem Veranstalter Turtle Entertainment in den letzten Wochen vorgeworfen, nicht sensibel genug auf den Amoklauf zu reagieren. Doch wenn ein Veranstalter aufgrund eines Vorfalls, dessen Zusammenhänge nicht eindeutig geklärt sind, so eine Veranstaltung einstellen würde, dann wäre dies ein Eingeständnis der pauschalen Vorwürfe. Das wäre vergleichbar mit einer Schließung sämtlicher Fußballstadien und dem Verbot von Fußball als Sportart, weil man einen Zusammenhang von Fußball und randalierenden Fans behauptet. Was wäre denn in so einem Fall? Nein, solche Vergleiche werden nicht gerne gehört und trotzdem muß man sie in diesem Fall ziehen. Was letztlich einen Menschen dazu treibt, Amok zu laufen, läßt sich leider nicht auf die einfache Art erklären. Dass mediale Gewalt ab einem gewissen Stadium einen solchen Menschen noch mehr in Richtung Tat treibt ist nicht auszuschließen. Warum werden trotzdem immer einfache Lösungen gesucht und, was noch viel schlimmer ist, so in die Öffentlichkeit gestreut, dass ein vernünftiger, sachlicher Dialog nicht möglich ist, da die Unsicherheit diesen nicht zu läßt? Vermutlich weil vernünftige Lösungen Geld kosten? Quelle: Heise Online
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