| Wer kontrolliert die Kontrolleure? |
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| Dienstag, den 14. September 2010 um 11:27 Uhr | ||||
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Bei den Recherchen zum Thema Indizierung, Jugendschutz und Medien bin ich durch Zufall über diesen mehrteiligen Artikel bei Telepolis von Hans Schmid gestolpert. Gegnern des Jugendschutzes dürfte er eine Bestätigung sein und Freunde des staatlich kontrollierten Medienkonsums vielleicht zum Nachdenken anregen. Ich jedenfalls habe diesen Artikel mit einem Wechselbad der Gefühle gelesen. Zum Teil schmunzelnd, dann aber auch wieder mit Kopfschütteln und manchmal auch ein wenig Wut. Es wird hier nachvollziehbar und vernehmlich geschildert, was durch Übereifrigkeit zum Schutz der Jugend geschehen kann und geschehen ist. Meist getrieben durch den, zugegeben lobenswerten, Versuch, unsere Kinder vor nicht geeigneten Medieninhalten zu schützen. Dass hier ein - sicherlich nicht beabsichtigter - gegenteiliger Effekt entsteht und das so "Verbotene" zum begehrten Objekt der davor zu schützenden Jugend avanciert, dürfte nicht weiter verwundern. Um alle Spekulationen im Vorfeld zu unterbinden, bringe ich hier ein Zitat aus dem zweiten Teil dieses Artikels: "Ich will hier nicht gegen FSK und Bundesprüfstelle polemisieren. Alle Mitarbeiter der BPjM, mit denen ich bisher zu tun hatte, waren ausgesprochen freundlich und hilfsbereit. Ich hatte nicht den Eindruck, dass da moralinsaure Tugendwächter einem finsteren Gewerbe nachgehen. Es handelt sich um Mitarbeiter einer Bundesbehörde (sogar einer Bundesoberbehörde), die sich an ihre Vorschriften halten, wie wir das auch von anderen Behördenvertretern erwarten würden. Mich interessieren die Risiken und Nebenwirkungen eines Systems, das, einmal etabliert, ein Eigenleben entwickelt und zu dem es keine Packungsbeilage gibt. Ich bin auch sicher, dass die Bundesprüfstelle zu wenig Mittel und zu wenig Personal hat. Davon gehe ich aus, weil das seit Jahrzehnten für alle staatlichen Einrichtungen gilt, denen die Politik Aufgaben in den Bereichen Kultur, Bildung, Erziehung und Jugendschutz zugewiesen hat." Und auch noch: "Ich bin nicht für die Abschaffung des Jugendschutzes. Es müssen sich aber andere Formen als diese finden lassen." Hier nun die Links auf die einzelnen Artikel. Teil 1: Wie ich einmal versuchte, einen indizierten Film zu kaufen Teil 2: Einmal gefährdungsgeneigt, immer gefährdungsgeneigt Teil 3: Amokläufer unter sich
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