| Veranstaltungshinweis: Next Level Conference und Clash of Realities |
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| Donnerstag, den 11. Februar 2010 um 16:13 Uhr | ||||
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Denn mit der NEXT LEVEL Conference und der unmittelbar im Anschluss stattfindenden dritten Ausgabe der CLASH OF REALITIES Konferenz finden im Zeitraum vom 20. bis 23. April gleich zwei hochwertige Veranstaltungen in Köln statt. Während die Next Level Conference sich eher mit dem kulturellen Einfluss und den Auswirkungen von Spielen auf die Kunstszene beschäftigt, wird sich die von Electronic Arts und der FH Köln initiierte Clash of Realities Veranstaltung wohl wieder einmal verstärkt von kommunikations-theoretischer bzw. medienpädagogischer Seite an das Medium Videospiele annähern. Beide Events hintereinander zu besuchen empfiehlt sich deshalb als gelungene Kombination und gegenseitige Ergänzung, die dem geneigten Teilnehmer einen ausgezeichneten Blick über den Tellerrand gewährt und zeigt, wo Games heute eigentlich kulturell und gesellschaftlich stehen. Wenn das Programm der Next Level Conference auch stellenweise etwas abgehoben klingt, dürfte es doch überaus spannend sein zu sehen, wie auf künstlerischer Ebene mit Techniken und Inspirationen aus dem Games-Bereich umgegangen wird. Ein großer Schwerpunkt liegt entsprechend auf der Präsentation von Arbeiten aus der Demoszene, im Rahmen des integrierten Amaze-Festivals. An Interaktion mit den Teilnehmern und Gästen der Veranstaltung soll es auch nicht mangeln, hat im Grunde genommen doch jeder die Möglichkeit, durch die Teilnahme an Workshops die Einreichung eigener Machinimas (mit Computerspiel-Unterbau erstellte Animationsfilme) u.ä. das Event aktiv mitzugestalten. Etwas befremdlich erscheint jedoch zunächst die Ankündigung der Tanzaufführung Jailbreak Mind, des ehemaligen Pina Bausch Schülers Fabien Prioville: "Er spürt der Sogwirkung virtueller Welten in gewalttätigen Computerspielen wie »Grand Theft Auto« nach und fragt nach dem Einfluss von Killervideos bis zu Allmachtsfantasien und Realitätsverlust. Gemeinsam mit dem Klang- und Medienkünstler Frank Schulte und dem Kölner vj Uli Sigg lässt er suggestive Bilder von hoher Intensität entstehen, die uns – weit entfernt von moralischer und pädagogischer Bewertung – Perspektiven auf das Innere des Attentäters zu eröffnen scheinen. (vgl. Programm)." Hier stellt sich die Frage, ob die Thematik als solche sonderlich glücklich gewählt wurde, wird hier das Medium doch scheinbar wieder nur auf seinen gewalttätigen Teilaspekt reduziert. Netter Ansatz, aber ob sich daraus positive Imagebildungen herleiten lassen… naja. So oder so dürften beide Konferenzen einen echten Mehrwert für all jene bieten, die sich auch abseits des bunten Geflackers am Bildschirm für Computer- und Videospiele interessieren. Alle weiteren Infos finden Sie unter nextlevel-conference.org bzw. clashofrealities.de.
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