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Die Windows-Entwickler von Microsoft haben sich mit diversen Größen der Spielebranche zusammen gesetzt und ein Art Gütesiegel für Computerspiele entworfen: "Games for Windows". Mit dem Erscheinen des neuen Betriebssystems Windows Vista kommen auch einige Neuerungen auf die Spieler zu. Wir zeigen welche.
Die Games for Windows-Auszeichnug ist künftig auf allen Verpackungen von PC-Spielen zu finden, die sämtliche Vorgaben von Seiten Microsofts für dieses Programm einhalten und unter dem neuen Betriebssystem Windows Vista laufen. Diese Spiele werden nicht nur vom Publisher sondern auch von Microsoft selbst auf Herz und Nieren geprüft, was nicht nur für die technische Qualität des Spiels bürgen soll. Titel, die in das Games for Windows-Programm aufgenommen werden wollen, müssen in Zukunft bestimmte, von Microsoft vorgegebene, Leistungs- und Zuverlässigkeitstandards einhalten, um z.B. Abstürze aufgrund von technischen Problemen zu verhindern. Auch sollen die Spiele besser kompatibel sein und auf allen Windows-PCs Windows Vista - sowohl mit 32Bit als auch mit 64Bit - in allen Editionen gleichermaßen gut laufen.
 Das offizielle 'Games for Windows'-Logo des Microsoft-Programms. Etwas verwirrend: Das auf den Spieleverpackungen tatsächlich verwendete Logo sieht völlig anders aus (siehe unten). Weitere Voraussetzungen: Games for Windows-Titel sind kompatibel zum Microsoft XBOX 360-Controller und unterstützen Breitbildauflösungen.
Für Eltern jedoch besonders interessant: Um in das Games for Windows-Programm aufgenommen zu werden, müssen die Spiele die neue Jugendschutzfunktion von Windows Vista unterstützen. Dies funktioniert dann ganz ähnlich wie bei dem Jugendschutzsystem der XBOX 360: Auf dem Datenträger muss neben dem Spiel künftig auch die Altersfreigabe der USK gespeichert sein. Wollen Sie dann beispielsweise verhindern, dass Ihr 12jähriger Sohn einen Ego-Shooter ab 18 Jahren spielt, können Sie über den Administrator-Bereich Ihres betriebssystems festlegen, dass Ihr Kind lediglich Titel bis zu einer Altersfreigabe ab 12 Jahren starten kann. Wie genau Sie die Jugendschutzfunktionen aktivieren, lesen Sie in unserem Artikel 'Windows Vista Jugendschutz'.
Die Spiele sind laut Microsoft "einfach zu spielen", was sich aber eher den technischen Aufwandt bezieht, um ein Spiel z.B. zu starten bzw. zu installieren oder zu deinstallieren. Dies soll einer neuen Ordnerfunktion unter Vista zu verdanken sein: gespeicherte Spielstände werden nicht mehr einfach irgendwo auf dem Computer abgelegt, sondern zentral in einem eigenen Spiele-Explorer verwaltet und können so einfacher gefunden werden, um z.B. gestartet zu werden. Zudem erstellt Vista bei der Installation einen Leistungsindex der im Rechner vorhandenen Hardware. Anhand dieser Index-Zahl soll es ganz einfach möglich sein, durch Vergleich mit einem auf der Spielepackung abgebildeten Anforderungswert zu ermitteln, ob das Spiel auf dem heimischen Computer lauffähig ist.
 Beispiel für eine Verkaufsverpackung aus dem 'Games for Windows'-Programm.: Das Strategiespiel 'Company of Heroes'. Was Microsoft mit seinem Programm erreichen möchte ist einfach: solange es Spiele auf dem PC gibt, solange gibt es auch Probleme mit diesem. Vor allem die grafisch aufwendigen Spielen verlangen oft mehr von den PC´s als sie leisten können. Ob die Grafikkarte zu schwach, der Prozessor zu langsam oder einfach irgendeine Einstellung auf dem Computer zu irgendeinem Zeitpunkt nicht stimmt, immer wieder gibt es System- bzw. Programmabstürze. Wahrscheinlich haben Sony und Nintendo ihren großen Zulauf gerade diesen Umständen zu verdanken, dass immer mehr Gamer zu den fast absturzsicheren Konsolen greifen.
Spieler sollen wieder zurück zum Computer geführt werden. Auch Eltern sollen in Zukunft keine Angst mehr haben, dass Spiele und deren Abstürze den Rechner durcheinander bringen könnten und sollen somit zum Kaufen von Spielen angeregt werden.
Fazit: Ob wirklich mehr hinter dem Siegel steckt als Marketingstrategie zur Vermarktung von Windows Vista - wie es bereits erste Spieleentwickler vermutet haben - wird sich erst in Zukunft zeigen, da bisher nur einige Spiele mit der Auszeichnung auf dem Markt sind. Man sollte nicht Gefahr laufen zu glauben, dass Spiele mit dem Gütesiegel gleichbedeutend mit für Kindern geeigneten Inhalten sind, schließlich werden auch Spiele mit Gewaltvollen Inhalten zertifiziert. Allerdings zeigt das Siegel interessierten Eltern eben auch, dass auf der Spieledisk die Altersfreigabe der USK vorliegt und für die eigenen Kinder ungeeignete Inhalte für diese somit einfach gesperrt werden können, sofern die in Windows Vista enthaltende Jugendschutzfunktion auch tatsächlich aktiviert wurde.
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