| Wer bin ich Wirklich? |
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| Dienstag, den 26. September 2006 um 20:36 Uhr | ||
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Es gibt keine bessere Möglichkeit in eine andere Haut zu schlüpfen als die anonymen Weiten des Internets. Gerade in Chats ist es durchaus beliebt, sich als etwas auszugeben, was man gar nicht ist. Da wird aus dem pickeligen Jungen mit Hang zur Fettleibigkeit der "Dreamboy" oder aus dem schüchternden Mädchen das "HotGirl". Auch bei den Gesprächsthemen fallen zum Teil alle Hemmungen und es wird über Dinge geredet, die man im realen Leben nicht einmal denken würde. Soweit, so harmlos. Doch diese Anonymität kann sehr schnell gefährlich werden. So wie manche Ihre heimlichen Vorlieben ausleben, so nutzen andere diese, um ihre krankhaften Vorstellungen im realen Leben zu befriedigen. Denn dann tarnt sich der pädophile Herr schonmal gerne als 15-jähriges Mädchen, um Kontakt zu anderen Mädchen herzustellen. Durch fehlende Aufklärung in den Elternhäusern, Schulen und den Medien wird die Gefahr nicht ernst genommen. Schnell wird dann mal die Handynummer rausgerückt oder die Adresse weitergegeben. Mehr will der Getarnte in dem Moment überhaupt nicht. Alles was er jetzt machen muss ist abwarten und beobachten. Teilweise schafft er es sogar, sein Opfer schon im Chat so zu bearbeiten, dass es zu einem Treffen kommt. Wenn dieses dann an einer einsamen Stelle stattfindet, ist es passiert. Sollen wir aber jetzt unseren Kindern das Chatten verbieten? Nein, natürlich nicht. Chatten und Online-Foren sind, wie SMS, die moderne Art zu kommunizieren. Das alleine reicht schon als Begründung aus, dass wir es unseren Kindern erlauben sollten. Doch wir müssen dafür sorgen, dass sie uns erzählen, wen sie so im Chat getroffen haben. Zudem sollten wir ihnen klar machen, dass sie auf keinen Fall irgendwelche persönlichen Daten von sich preisgeben. Sollte es mit einer Bekanntschaft aus dem Chat zu einem Treffen kommen, so sollten sie anbieten, dieses Treffen bei sich zuhause stattfinden zu lassen, oder ihr Kind zumindest zu dem Treffen begleiten. Sie können sich ja dann zurückziehen, wenn sich das Date als harmlos herausgestellt hat. Zudem wäre es auch nicht verkehrt, ihrem Kind zu beweisen, wie einfach man sich in einem Chat als etwas ausgeben kann, was man gar nicht ist. Das dürfte dann sehr überzeugend wirken.
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