Teil 1: Was ist Cloud Computing? PDF Drucken E-Mail
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Freitag, den 11. November 2011 um 08:59 Uhr
altCloud Computing ist mittlerweile zu einem Sammelbegriff für verschiedene Dienste im IT Bereich geworden. Letztlich handelt es sich um nichts anderes als das Auslagern von Hard- oder Softwarefunktionen auf einen Computer im Internet oder einem in sich geschlossenem Intranet. Die älteste Cloudlösung sind sicherlich Web-E-Mail-Dienste. Dienstleister wie GMX, Web.de und Googlemail, aber auch der Maildienst des Internetserviceproviders, wie Telekom, 1&1, Versatel und anderen bieten so etwas an. Hier werden Funktionen rund um das Senden und Empfangen von E-Mails schon seit Jahren angeboten. Gäbe es nicht diese Dienstleister, dann müsste praktisch jeder Internetbenutzer seinen eigenen Mailserver betreiben und betreuen. Der Benutzer braucht aber nur ein Gerät mit Webbrowser (z.B. Firefox, Opera, Internet Explorer, Safari), um den Mailservice zu nutzen. Hier sind also sowohl Hardwarefunktionen (Server) und auch Softwarefunktionen (Senden und Empfangen) komplett ausgelagert und der Benutzer brauchte keine weiteren Dinge anzuschaffen, die er nicht sowieso schon zur normalen Internetbenutzung benötigt. Das ist schon Cloudcomputing, nur wurde es bisher noch nicht so genannt.

Wenn die Technik also schon bekannt ist und auch seit Jahren schon genutzt wird, was ist der Grund für diesen Hype?

Während es sich bei der Maillösung um die Auslagerung einer kleinen, spezifischen Aufgabe handelt, geht es nun darum, alles, was man zuhause auf dem Computer erledigt, auszulagern. Es werden dann keine speziellen Programme mehr gebraucht und zum Teil fällt auch die Anschaffung von teurer Spezialhardware, z.B. Grafikarten für aktuelle Spiele, weg. Es wird kein Speicher in Form von Festplatten und Ähnlichem mehr gebraucht. Ja selbst die Datensicherung wird einem abgenommen, weil alles zentral erfolgt und überall auf der Welt mit Hilfe eines Internetfähigen Gerätes abrufbar und nutzbar ist.
Cloud-Computing, unter CC, Created by Sam Johnston using OminGroup's OmniGraffle and Inkscape (includes Computer.svg by Sasa Stefanovic)
Egal ob es um Daten geht, wie Bilder (Flikr, Pikasa, uvm.) oder Daten allgemein (z.B. Fileload, Dropbox), ob es um Software geht wie Textverarbeitung, Tabellenkalkulation oder alles was zu einer sogenannten Officesuite dazu gehört (Google Text und Tabellen, Microsoft Office Web Apps). Selbst hochkomplexe Computerspiele werden schon als Cloudlösung angeboten, etwa bei OnLive.

All diesen Lösungen ist gemein, dass der Anwender oder Nutzer keine eigene Infrastruktur für die Funktionalitäten benötigt, außer ein Gerät mit der Möglichkeit aktuelle Internetinhalte abzurufen und darzustellen. Das entspricht in Teilen einer modernen Form der Computernutzung aus der Anfangzeit der Computer, wo man Großrechner über das lokale Netzwerk durch "dumme" Terminals bediente. Der Unterschied hier ist: Der Nutzer weiß nicht mehr, wo genau die Anwendungen laufen und seine Daten gespeichert werden und die Cloud ist eben jedem Interessenten mit einem Internetanschluss zugänglich.


Die Einsatzmöglichkeiten sind enorm. Alles was einen Internetzugang per Browser ermöglicht, kommt als Endgerät in Frage. Nicht nur der Computer zuhause auf dem Schreibtisch oder das Note- bzw. Netbook, sondern auch die neuen Tablets und Smartphones. Das ist aber noch nicht alles, da immer häufiger Internetfunktionalitäten in Geräte gebaut werden, die schon lange einen festen Platz in unserem Alltag haben. Dazu gehören Beispielsweise Fernseher, Sateliten- oder Kabelreceiver und die Liste der Geräte, in denen die Hersteller Internetfunktionalitäten einbauen möchten, ist groß. Häufig werden dazu dann auch Cloudlösungen hinter einer eigenen oder gerätespezifischen Bedienderoberfläche versteckt.

Teil 2 - Vorteile der Cloud


 
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